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Die „Game Changer“ der Business-Welt von morgen (v.l.n.r.) Walter Blocher (Universität Kassel), Richard Wein (GF nic.at), Gila Gfader (booking.com), Andreas Faltinger (Bank Austria), Johannes Innerbichler (Salzburg Research), Siegfried Reich (GF Salzburg Research), Stefan Huber (Bitpocket). (Foto: wildbild)

9. IT-Businesstalk: Wie digitale Technologie Unternehmen revolutioniert

19. Mai 2017 | 13:22 Autor: Salzburg Research Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Innovationen sägen beharrlich an alt bekannten Strukturen. Zwei dieser radikalen „Game Changer“ waren Thema beim 9. IT-Businesstalk von Salzburg Research und nic.at: neue Online-Bezahlmodelle und Plattformen. Sie verändern Geschäftsmodelle tiefgreifend und fordern bestehende Systeme heraus. Hochkarätige Vortragende aus Forschung und Praxis informierten über Herausforderungen und Stolpersteine, neue Möglichkeiten und Erfolgsstrategien im Online-Geschäft.

Der 9. IT-Businesstalk von Salzburg Research und nic.at widmete sich dem Zukunftsthema „Business as usual? Wie Plattformen und Blockchain Geschäftsmodelle verändern“.

„Blockchain und Plattformen sind Bausteine der nächsten Netz-Revolution. Sie stellen altbekannte und bewährte Systeme in Frage, erschüttern etablierte Geschäftsmodelle und bieten andererseits ungeahnte Flexibilität für Startups und auch Unternehmen, die frühzeitig auf diesen Zug aufspringen“, sagt Siegfried Reich, Geschäftsführer der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH.

„Wir freuen uns sehr, dass der IT-Businesstalk auf so große Resonanz stößt – binnen weniger Tage hatten wir über hundert Anmeldungen! Das zeigt uns, dass wir mit unseren Themen immer am Puls der Zeit sind“, lobte Richard Wein die erfolgreiche Veranstaltung.

Die nächste Netz-Revolution
Blockchain, Bitcoin und Smart Contracts bilden die nächste Netz-Revolution im Bereich der Online-Geschäftsmodelle. Das Internet hat uns zwar bisher eine dramatische Kostenreduktion bei der Informationsbereitstellung und - suche beschert, die Erwartungen von Kleinunternehmen jedoch bislang nicht halten können. Ein Grund dafür liegt in der zentralistischen Struktur des E-Commerce: „Der Transfer von Geld liegt fest in der Hand weniger Global Player, die als vertrauenswürdige Dritte bei allen Transaktionen mitnaschen und überdies fleißig Daten sammeln“, gibt der Jurist und Wirtschaftsinformatiker Walter Blocher, Universität Kassel, zu bedenken. Blockchain-Technologie könnte schon bald diese Situation revolutionieren.

Speziell im Finanzbereich ist Blockchain-Technologie mit der digitalen Währung Bitcoin schon längst im Einsatz. Stefan Huber von Beyond IT zeigte mit seiner App Bitpocket auf, wie einfach das Bezahlen mit Bitcoins geht und verteilte sogar Test-Guthaben an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Dass auch herkömmliche Banken angesichts dieser neuen Entwicklungen innovativ sein müssen, betonte Andreas Faltinger, Vice President Cash Management der Bank Austria. Sie setzt im Firmenkundenbereich hauptsächlich auf die Optimierung und Beschleunigung bestehender digitaler Zahlungssysteme.

Lineare Wertschöpfungsketten sind Schnee von gestern
Online-Plattformen ermöglichen durch die direkte Interaktion zwischen verschiedenen Marktgruppen sowohl direkte wie auch indirekte Netzwerkeffekte. Johannes Innerbichler, Researcher im Bereich „Internet der Dinge“ bei Salzburg Research, arbeitet im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes „NIMBLE“ gegenwärtig am Aufbau einer B2B-Plattform für Klein- und Mittelbetriebe. Er warnt: „Plattformen sind die Senkrechtstarter der letzten Jahre – aber sie bergen auch viele Stolpersteine und Gefahren. Nicht alles, das gut für die Plattform ist, ist auch gut für das Ökosystem bestehend aus Unternehmen und Kunden.“

Dass sich auch gut etablierte Plattformen an den ständigen digitalen Wandel anpassen müssen, bewies ein Blick hinter die Kulissen von booking.com. Gila Gfader, Area Managerin bei booking.com, zeigte, wie die Buchungsplattform mit aktuellen Veränderungen im digitalen Bereich umgeht.

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