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Diskutierten in Salzburg über die Herausforderungen für Familienunternehmen in Entwicklungsländern (v.l.): Walter Schnitzhofer (Bankhaus Spängler Family Management), Patrick D'Haese (MED-EL), Gudrun Zimmerl (ICEP) und Ernst Eberharter (Senoplast).

Bankhaus Spängler: Diskussionsabend zu globaler Verantwortung in Familienunternehmen

17. März 2016 | 10:54 Autor: Bankhaus Spängler Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Wie können Familienunternehmen global Verantwortung übernehmen und die gesellschaftlichen Herausforderungen in Entwicklungsländern erfolgreich managen? Antworten auf diese Fragen gab es anlässlich eines spannenden Diskussionsabends in Salzburg. Nils Kottke, Bereichsleiter des Family Management, begrüßte dabei in den Räumlichkeiten des Bankhaus Spängler in der Ernest-Thun-Straße rund 20 interessierte Gäste.

In einem Impulsvortrag zeigte Gudrun Zimmerl von der ICEP - Wirtschaft und Entwicklung GmbH die Chancen der wirtschaftsorientierten Entwicklung in Schwellenländern auf: “Unternehmen sind Motor für Entwicklung in ‘neuen Märkten’ und setzen durch ihre Tätigkeit wichtige Standards in Entwicklungsländern. Denn Gesundheit und Bildung sind stark mit der Wirtschaftsleistung eines Landes verbunden, da sie die Menschen in die Wertschöpfungskette einbindet.”

Hörimplantate für Kinder in Entwicklungsländern

Good Practice Beispiele von bereits erfolgreich in Schwellenländern tätigen Familienunternehmen brachten Patrick D’Haese von Med-EL Elektromedizinische Geräte GmbH und Ernst Eberharter von Senoplast Klepsch & Co GmbH. Med-EL mit Zentrale in Innsbruck sieht als führender Hersteller von Hörimplantaten seine Mission darin, Hörverlust als eine Barriere für Kommunikation und Lebensqualität zu überwinden. “Eine möglichst frühe Implantation verbessert Lebensqualität und Bildungschancen, ermöglicht ein höheres Einkommen und fördert die Kommunikationsfähigkeiten der betroffenen Personen”, betont D’Haese. Med-EL ist bereits in 106 Ländern tätig und setzt sich durch verschiedene Aktivitäten dafür ein, dass auch Kinder aus Entwicklungsländern Zugang zu Hörimplantaten bekommen.

Senoplast, Hersteller von Kunststoffhalberzeugnissen mit Sitz in Piesendorf hat im Zuge der Wirtschaftskrise entschieden, in eine Produktionsstätte in Mexiko zu investieren, um Wachstumschancen zu nutzen. Nach vielseitigen Herausforderungen, die unter anderem durch die Unterstützung von ICEP vor Ort gemeistert werden konnten, startet nun die duale Fachkräfte-Ausbildung für 100 junge Menschen aus der Region um Querétaro.

„Nachhaltige Maßnahmen setzen“

Familienunternehmen-Experte Walter Schnitzhofer moderierte die anschließende Diskussion und betonte, dass man sich im Bankhaus Spängler schon seit vielen Jahren mit dem Thema auseinandersetzt und die Berufsausbildung junger Menschen in Tansania unterstützt. Die Publikumsfrage, ob soziales Engagement in der Regel mit Spenden in Verbindung gebracht wird, bejaht Gudrun Zimmerl, unterstreicht aber, dass eine Maßnahme nur dann wirklich nachhaltig ist, wenn sie einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft leistet und dem Unternehmen gleichzeitig Profit bringt. Walter Schnitzhofer betonte im Schlusswort: „Familienunternehmen und Gemeinwohl passen sehr gut zusammen, denn sie haben vom Herz her das richtige Potenzial.”

    Bankhaus Carl Spängler & Co. AG

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