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Großes Interesse beim EuRegio Dialog bei Otto Chemie in Fridolfing

EuRegio Dialog Salzburg bei Otto Chemie in Fridolfing mit Vortrag zum Fassadenbau

21. Juni 2016 | 10:58 Autor: Land Salzburg Österreich, Deutschland, Salzburg

Salzburg/Fridolfing (A/D) Die zweite Veranstaltung des EuRegio Dialogs 2016 führte kürzlich zur Firma Hermann Otto GmbH (Otto Chemie) in Fridolfing im Landkreis Traunstein. Bei dieser Veranstaltungsreihe lädt die EuRegio gemeinsam mit einem Produktionsunternehmen und ihren Partnern aus der Wirtschaftsförderung mehrmals im Jahr zu interessanten Betriebsbesuchen ein.

Otto-Chemie-Geschäftsführer Johann Hafner und EuRegio-Geschäftsführer Steffen Rubach begrüßten gemeinsam mit Fridolfings Bürgermeister Johann Schild die Gäste des EuRegio Dialogs im neuen Schulungs- und Logistikzentrum des Dicht- und Klebstoffspezialisten. Bürgermeister Schild stellte seine Gemeinde als einen landwirtschaftlich geprägten, aber sehr arbeitsplatzintensiven – immerhin rund 3.000 Arbeitsplätze bei etwa 4.200 Einwohnern – Ort vor. Die Gemeinde legt Wert auf eine nachhaltige Entwicklung und hat es zum Beispiel mit einem Maßnahmenbündel im Sozialbereich geschafft, auch für junge Familien interessant zu werden. Nicht zuletzt sei die Gemeinde selber Träger eines eigenen Krankenhauses und führe dieses mit schwarzen Zahlen, so Schild.

Dass Otto Chemie mehr ist als nur die Produktion von Dicht- und Klebstoffen, wurde schon beim Anblick des neuen Schulungs- und Logistikzentrums von außen deutlich. In seinem Vortrag über Holz-Glas-Verbund-Fassaden bestätigte Günther Weinbacher, Leiter des Schulungsmanagements, diesen ersten Eindruck, vertiefte darüber hinaus aber auch die technologischen Innovationen, die in dieser Verbundkonstruktion stecken, und welche Rolle die verwendeten Dicht- und Klebstoffe dabei spielen. So kamen hier etwa verzahnte Koppelleisten zum Ein-satz, die eine sehr geringe Ansichtsbreite des Trägergerüstes nach innen ermöglichten. Lange wurde experimentiert, um die tragfähigste Verbindung zwischen unbehandeltem Holz und dem Isolierglas mittels Klebstoff zu finden. Nicht zuletzt gelang es, auch den im Fensterbau wichtigen Tauwasserpunkt selbst in den Ecken auf der Fensterinnenseite konstant und deutlich über der kritischen Grenze von zwölf Grad Celsius zu halten.

"Wir haben lange entwickelt, können diesen rahmenlosen Fassadenbau aber jetzt durchaus als Revolution und als passivhaustauglichen Beitrag zu einer modernen Architektur bezeichnen. Und er ist überall flexibel einsetzbar, selbst beim Bau oder bei der Renovierung von Privathäusern", so Weinbacher.

Beim Betriebsrundgang bekamen die Gäste einen überzeugenden Eindruck von den Lager- und Logistikprozessen der Otto Chemie. Zum einen müssen Produktion und Abfüllung am einen Kilometer entfernten Fertigungs-Standort mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen versorgt werden, zum anderen müssen die Fertigprodukte dann ins Logistikzentrum gebracht und von dort an die Kunden versandt werden. Riesige Hochregallager, zum Teil vollautomatisch geführt, und eine wegoptimierte Kommissionierung unterstützen diese Prozesse, so dass täglich etwa 150 Paletten und um die 1.000 Pakete das Lager verlassen. Überzeugend wurden auch die Schulungsmöglichkeiten in einem mehrere hundert Quadratmeter großen Praxisraum präsentiert. Dort können die Einsatzmöglichkeiten der Dicht- und Klebstoffe vom Fliesenlegen bis zum Fensterbau von Handwerkern erprobt und geübt werden.

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