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v.l.n.r. Peter Malata (Vizepräsident IV Salzburg), Irene Schulte (Geschäftsführerin IV Salzburg), Cornelius Geislinger (Geislinger GmbH), Heinrich Dieter Kiener (Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH) (Foto: IV Salzburg / Kolarik)

Industrieempfang zu 70 Jahre Industriellenvereinigung Salzburg

06. Juli 2017 | 08:02 Autor: Industriellenvereinigung Salzburg Österreich, Salzburg

Fuschl (A) Die Gründungsversammlung fand 1947 im heutigen Salzburg-Museum statt. IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler betonte bei der Vollversammlung: „Industrie legte das Fundament für den Wiederaufbau.“ Rund 300 Mitglieder und Gäste feierten am Mittwochabend bei der jährlichen Vollversammlung der Industriellenvereinigung Salzburg das 70-jährige Bestehen ihrer „IV“ im Sheraton Schloss Fuschl.

IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler legte dabei ein Bekenntnis der Industrie zur Europäischen Union ab, die in letzter Zeit stark unter Beschuss geraten sei. „Die Europäische Union ist nicht nur ein beispielloses Friedensprojekt. Sie hat den Kontinent auch wirtschaftlich auf die Überholspur geführt. Schauen wir nach Österreich: Bruttoinlandsprodukt hat sich in den 20 Jahren nach dem EU-Beitritt fast verdoppelt. Im Land Salzburg lief die Entwicklung des Bruttoregionalproduktes parallel, von 12 auf 25 Mrd. Euro. Mit dem Beitritt unserer Nachbarstaaten im Norden, Osten und Süden im Jahr 2004 haben wir bis zur Wirtschaftskrise sogar Wachstumsraten von über 3 Prozent verzeichnet. Österreich ist also nicht nur „Nettozahler“, sondern in viel größerem Maße Nettoprofiteur der EU“, sagte Unterkofler.

IV-Präsident Georg Kapsch betonte die Rolle der Industrie als wirtschaftliches Rückgrat in Salzburg: „Die Industrie trägt aktuell 23,7 Prozent zur Bruttowertschöpfung des Bundeslandes bei und exportiert Güter im Wert von 5 Mrd. Euro“, so Kapsch. Steigende Investitionen in F&E würden zeigen, wohin die Reise geht. Die großen Herausforderungen für die nächste Bundesregierung reichen von der Arbeitsmodernisierung über eine Entbürokratisierung bis hin zur Investition in Innovation und Bildung.

Hidden Champions – die geheimen Weltstars
Bei der Vollversammlung sprach Prof. Hermann Simon in seiner Keynote über Hidden Champions als die geheimen Weltstars. In Relation zur Bevölkerung verfügt Österreich weltweit über die meisten Hidden Champions. Was die DNA dieser Unternehmen ausmacht und wie sich ihr Innovationspotenzial mit regulierenden Tendenzen verträgt, verriet der Vordenker in seinen Ausführungen und in einer Podiumsdiskussion.

Von der Gründungsphase zum etablierten Partner
„Die Umstände während der Gründungsphase der IV verdeutlichen die positive wirtschaftliche Entwicklung, die Salzburg genommen hat“, sagte IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte.

Am 14. Februar 1947 hatte Gründungspräsident Rolf Weinberger zur konstituierenden Sitzung geladen, einen Monat später fand die Gründungsversammlung statt. Die Gründungsmitglieder – unter anderem waren dies Vertreter der SAG, der Kellner Partington Papierfabrik, von Solvay und Marmor Kiefer – trafen sich im Gebäude des heutigen Salzburg Museums. Dort hielt Dr. Hans von Lauda, der Präsident der „Vereinigung Österreichischer Industrieller“, wie die IV damals hieß, eine „Ansprache“. Die Industrie in Salzburg beschäftigte 1947 rund 10.000 Mitarbeiter, rund ein Viertel der heute in der Produktion beschäftigten Frauen und Männer.

Industrie als Wachstums- und Wohlstandstreiber
In Österreich lag das Lohnniveau 1947 bei 12,5 Prozent des amerikanischen, es war das niedrigste Lohnniveau der freien Welt. Die Betriebe konnten wegen der schlechten Ernährungslage der Arbeiter ihre Kapazitäten nicht ausschöpfen. Sogar der erste Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Salzburg, Fritz Furthner, musste Lebensmittel für das Mittagessen nach der Gründungsversammlung „organisieren“.

IV-Geschäftsführerin Irene Schulte: „In allen Jahren seither war die Industrie der Wachstums- und Wohlstandstreiber in Salzburg. Umso wichtiger ist es, für die Interessen der Industrie einzutreten: Sei es für Rechtssicherheit bei Investitionen, für ein modernes Arbeitszeitgesetz oder bei der Bildung und Ausbildung der Jugend.

  • Rudolf Zrost (Ehrenpräsident IV Salzburg), Georg Kapsch (Präsident IV), Peter Unterkofler (Präsident IV Salzburg) (Foto: IV Salzburg / Kolarik)
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