< Zurück zur Übersicht

(v. l.): WKS-Präsident KommR Konrad Steindl, WKS-Vizepräsidentin Andrea Stifter, Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl, Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf und WKS-Direktor Dr. Johann Bachleitner. (Foto: wks/wildbild)

„Lösen wir 2016 gemeinsam eine neue Wirtschaftsdynamik aus!“ - Über 400 Gäste beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Salzburg

15. Jänner 2016 | 11:59 Autor: Wirtschaftskammer Salzburg Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Das heurige Jahr könnte trotz mancher Schwierigkeiten ein Jahr der wirtschaftlichen Erholung werden, vorausgesetzt, der richtige wirtschaftspolitische Kurs werde gesetzt. Dies betonte WKS-Präsident Konrad Steindl am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der WKS. Präsident Konrad Steindl und WKS-Direktor Dr. Johann Bachleitner konnten auch diesmal mehr als 400 hochrangige Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Kavalierhaus Klessheim begrüßen.

„Wenn wir wollen, dass die Beschäftigung auf höchstem Niveau verbleibt wie derzeit in Salzburg, und wenn wir wollen, dass die Arbeitslosigkeit sinkt, dann führt kein Weg daran vorbei, die Wirtschaftsbehinderung, die in Österreich eingerissen ist, schleunigst zu beenden“, erklärte Steindl. „Wir brauchen einen Wandel der Gesinnung weg von der grassierenden Wirtschaftsfeindlichkeit hin zu Gerechtigkeit und Fairness gegenüber den Unternehmen, allen voran den vielen Klein- und Mittelbetrieben!“

So forderte Steindl die Fortsetzung der Lohnnebenkostensenkung, die Beendigung der „Straf-Unkultur“ gegenüber Firmen, flexiblere Arbeitszeiten und einen Abbau von überflüssiger Bürokratie auf allen Ebenen. Ebenso brauche es endlich steuerliche Investitionsanreize – und völlig unverständlich sei, wie lange etwa die Verlängerung des bewährten Handwerkerbonus dauere, eine günstige Maßnahme mit hoher Wirkung.

Steindl trat auch mit klaren Worten für eine Obergrenze der Flüchtlingsaufnahme ein: „Ja, wir müssen Asyl geben und helfen, aber nicht bis zur Selbstaufgabe und Systemüberforderung. Damit ist niemanden geholfen. Integration kann nur gelingen, wenn sie für alle Beteiligten auch zeitlich, finanziell und kapazitätsmäßig bewältigbar ist. So wie es derzeit abgewickelt wird, entstehen nur Mega-Probleme.“

Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, bezeichnete  2015 als ein herausforderndes Jahr. Für 2016 brauche es nun Mut und klare Signale: „Das Hoffen auf den Aufschwung ist zu wenig, man muss ihn auch erarbeiten“, erklärte Leitl in Richtung Politik. Dringend brauche es etwa den Handwerkerbonus, der nachgewiesenermaßen „aus Schwarzarbeit legale Arbeit gemacht hat“. Leitl lobte die von Land und WKS entwickelte „Investitionszuwachsprämie“ als beispielgebendes Modell für Investitionsförderung. Ebenso stelle der 2015 eröffnete Talente-Check Salzburg einen „Meilenstein für Salzburg und Österreich“ in der Berufsorientierung dar.

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer sprach ebenfalls die Notwendigkeit einer besseren Stimmungslage an. „Wir brauchen Kraft und Lust, die Dinge neu anzugehen – das ist die größte Herausforderung.“ Die Landesregierung werde dazu ihren Beitrag leisten, etwa durch einen Abbau von Bürokratie bei Verfahren und anderen Bereichen, die entsprechenden Vorarbeiten dazu sind im Laufen. Wilfried Haslauer fand auch klare Worte zum politischen Umgang mit der Flüchtlingsfrage: „Das Wegducken ist vorbei, wir müssen wieder Herr der Lage werden. Ohne Obergrenze und Rücksichtnahme auf die Bevölkerung können wir die Integration nicht bewältigen.“

    Wirtschaftskammer Salzburg

    Julius-Raab-Platz 1, 5027 Salzburg, Österreich
    +43 662 8888-0

    Details


    < Zurück zur Übersicht