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Universität Salzburg: Firstfeier für neues Laborgebäude im Stadtteil Itzling

04. März 2016 | 12:51 Autor: Uni Salzburg Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Für die technischen Disziplinen der Universität Salzburg wurde im Stadtteil Itzling ein neues Laborgebäude errichtet. Der Spatenstich erfolgte im Oktober 2014, nun ist der Rohbau fertiggestellt.

Das neue Universitätsgebäude befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Techno-Z in der Jakob Haringer Straße 2. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Chemie und Physik der Materialien werden dort einziehen. Studierende der Ingenieur- und Materialwissenschaften – dieses Studium wird gemeinsam mit der TU München durchgeführt - sowie jene des internationalen Masterstudiengangs Chemistry and Physics of Materials werden in dem neuen Laborgebäude ein- und ausgehen. Hinzu kommen Lehramtsstudierende, die die Unterrichtsfächer Chemie und Physik belegen.

Planung, Kosten und Durchführung
„Mit der Errichtung des Laborgebäudes setzt die Universität Salzburg ein deutliches Signal für Ausbau und Stärkung ihrer technischen Disziplinen“, so Rektor Heinrich Schmidinger. „Somit investieren wir in die eigene Zukunft und tragen zur weiteren Belebung des Stadtteils Itzling bei. Die Universität wird Eigentümerin der Immobilie sein und finanziert deren Errichtung mit rund 17 Mio Euro. Weitere 8 Mio Euro kommen von Land und Bund. Die Stadt stellt einen Teil der Grundstücke, auf denen das neue Gebäude steht, im Baurecht zur Verfügung. Dies bedeutet einen starken Vertrauensbeweis in die Zukunft der Universität Salzburg und ihrer technischen Disziplinen“, so Schmidinger.

Geplant wurde das Projekt vom renommierten Architekturbüro „kofler architects“, die Umsetzung erfolgt durch die Firma Strabag. Mit der Abwicklung des Baus ist Salzburg Wohnbau betraut.

Derzeit sind die technischen Disziplinen noch im Hauptgebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Freisaal untergebracht. Das neue Laborgebäude wird auf rund 6.500 m² Nutzfläche künftig Platz für bis zu 450 Studierende bieten. Die Errichtungs- und Ausstattungskosten in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro werden zum größten Teil von der Universität, zu ca. einem Drittel von Land und Bund finanziert. Zu Jahresende wird das Laborgebäude an die Universität übergeben werden, die Übersiedlung des Fachbereiches „Chemie und Physik der Materialien“ ist im Februar 2017 geplant. Mit Sommersemester 2017 soll der reguläre Betrieb starten. Bereits im Herbst 2013 wurde am Areal beim Techno-Z im ersten Bauabschnitt eine moderne Zeugstätte für die Freiwillige Feuerwehr Itzling fertiggestellt.

Die Fassade, bestehend aus strukturierten Betonfertigteilen mit integrierter Wärmedämmung, verleiht dem Gebäude ein horizontal gegliedertes Erscheinungsbild. Die Matrizzenschalung mit drei unterschiedlichen Typen kommt bei wechselnden Licht- und Wetterverhältnissen besonders stark zum Ausdruck. Ein positiver Nebeneffekt ist die Langlebigkeit der Betonfassade mit einem Minimum an Wartungsaufwand.

"Universitäre Einrichtungen sind eine Stätte der Lehre und Forschung, Platz des wissenschaftlichen Diskurses und Heimat von neuen Ideen. All diesen Funktionen gilt es bei der Umsetzung des neuen Laborgebäudes der Universität Salzburg im Stadtteil Itzling den geeigneten Raum zu geben. Die Salzburg Wohnbau hat langjährige Erfahrung bei der Umsetzung von Bauprojekten mit unterschiedlichster Nutzung. Uns ist bewusst, dass es für besondere Bedürfnisse keine Standard-Lösungen geben darf", erklärt Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer DI Christian Struber.

"Eine Vielzahl von speziellen Anforderungen macht das Gebäude zu einem universellen Prototypen. Für uns ist dieses Profil eine spezielle Herausforderung, die wir immer wieder gerne annehmen, um mit einem kompetenten Team etwas Herausragendes zu errichten. Das Wettbewerbs- und Bauverfahren hat es ermöglicht, eine starke Lösung mit starken Partnern zu schaffen, ergänzt Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Dr. Roland Wernik.

Baumeister Ing. Alfred Pirker von der Strabag ergänzt: „Die Aufgabe des Totalunternehmers ist es die hohen Anforderungen an die Architektur, Nachhaltigkeit, Qualität und Termin bei einem wirtschaftlichen Preis zu garantieren. Strabag ist hierfür mit seinen kompetenten Mitarbeitern und hochqualifizierten Partnern für die Architektur, Planung sowie für die Ausführung ein Garant, dies mit einem hohen Anspruch umzusetzen.“

Unterstützung durch Stadt und Land Salzburg
Landeshauptmann Wilfried Haslauer: Gerade in der Innovations- und Forschungslandschaft ist ständige Weiterentwicklung wichtig, um international im Wettbewerb der Standorte zu reüssieren. Ein wichtiger Baustein dafür ist das neue Laborgebäude der Universität Salzburg, das den Innovationscampus Itzling mit der Salzburg Research, dem Fachbereich Computerwissenschaften und dem FabLab gut ergänzt. Wir können nur mit Spitzenqualität, Innovation und Know-How – gerade auch im IKT-Bereich und Chemie und Physik - im internationalen Wettbewerb punkten. Immer wichtiger wird auch die Kooperation zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, um erstklassige Ausbildungen und zukunftsorientierte Forschung zu unterstützen.

Forschung und Innovationen sind wichtig für unser Land. Sie sind Grundlage für neue und sichere Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Mit dem Bau allein ist es nicht getan: Auch die technische Ausstattung wird dazu beitragen, dass Forscher hier exzellente Leistungen erbringen werden. Mein Dank gilt der Universität Salzburg und allen, die an diesem Projekt bisher beteiligt waren und es auch weiterhin unterstützen. Forschung findet hier nicht im Elfenbeinturm, sondern in enger Kooperation mit der Wirtschaft statt.

Bürgermeister Heinz Schaden: „Als ‚Wissensstadt Salzburg‘ haben wir ganz klar Position bezogen. ‚Jetzt Zukunft denken!‘ ist unser Motto. Die Förderung von Wissen und Bildung daher zentrales Ziel, das in alle Entscheidungsprozesse hineinspielt. Denn wenn in Salzburg weiterhin hochkarätige wissenschaftliche Arbeit geleistet werden soll, muss sich die Stadt um bestmögliche Bedingungen dafür kümmern. Deshalb haben wir knapp viereinhalbtausend Quadratmeter für das neue Nawi-Labor in Itzling umgewidmet. Und stellen unser Grundstück im Wert von über 2,5 Millionen Euro um einen symbolischen Euro pro Jahr den Fachbereichen Materialforschung und Physik zur Verfügung. Das neue Laborgebäude in der Science City – mit Techno-Z, Innovationsbetrieben und Computerwissenschaften als unmittelbaren Nachbarn – wird nicht nur die Universität einen mächtigen Schritt voranbringen, es ist auch ein weiterer großer Meilenstein der Wissensstadt Salzburg.“

Technische Ausstattung und Forschungsschwerpunkte im neuen Laborgebäude
Das Laborgebäude wird mit einigen technischen Highlights ausgestattet: Bereits angeschafft wurde ein neues Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop mit einer Vielzahl von Analysemöglichkeiten. Weiters sind die Einrichtung einer „Core Facility“ Elektronenmikroskopie in Planung.

Der im Jahr 2006 gegründete Fachbereich „Chemie und Physik der Materialien“ ist ein interdisziplinärer, sich über die Wissenschaftsdisziplinen Chemie, Physik, Mineralogie und Materialwissenschaften erstreckender Forschungsverbund. Der Fachbereich hat sich dynamisch weiterentwickelt, was insbesondere durch die Neuberufungen in der Materialchemie, der Materialphysik und in den Materialwissenschaften zum Ausdruck kommt. Weitere Neuberufungen für eine Professur für „Biologische Physik“ sowie einen Bereich „Funktionsmaterialien“ stehen in den nächsten zwei Jahren an. Zusätzlich zu den durch die neuen Professuren geschaffenen neuen wissenschaftlichen Schwerpunkte, wurde im letzten Jahr ein durch das Interreg-Programm BayAut gefördertes Zentrum unter dem Namen Nano to Macro „n2m“ installiert, das den Aufbau eines mit der FH Landshut gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungszentrums für den Leichtbau zum Ziel hat. www.interreg-bayaut.net/projekte/liste-der-vorhaben/projektzusammenfassung-ab29/

Daten und Fakten:
Nutzfläche: 6.500 m²
Grundstücksgröße: 2.458 m²
Bebaute Fläche: 1.661m²
Versorgung durch das Fernwärmenetz der Salzburg AG
Abteilungen des Fachbereichs Chemie und Physik der Materialien sowie sonstige Räumlichkeiten:
-          Angewandte Mineralogie
-          Materialwissenschaften
-          Materialchemie
-          Festkörperphysik
-          Spektroskopie
-          Biophysik
-          Geochemie
-          Petrologie
-          Kristallographie
-          Mössbauerspektroskopie
-          Labore
-          Lehrräume bestehend aus Hörsaal und Seminarräumen
-          Bibliothek
-          Werkstätten
-          Nebenräume und Technik
-          Fahrradabstellplätze 

    v.l.n.r. Baumeister Alfred Pirker von der Strabag, Dr. Roland Wernik von Salzburg Wohnbau, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Rektor Heinrich Schmidinger, Bürgermeister Heinz Schaden und Architekt Ludwig Kofler. (Foto: Neumayr/LEO)

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