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(Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de)

Begünstigung der Österreichischen Tourismusbilanz durch Schalttag

14. April 2016 | 09:01 Autor: WIFO Österreich, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien

Wien (A) Die vorläufige Bilanz der laufenden Wintersaison 2015/16 wird durch den Schalttag als zusätzlichen Urlaubstag im Februar wesentlich beeinflusst: Bereinigt um diesen Sondereffekt würde sich im Vorjahresvergleich ein Rückgang der Nächtigungszahl im Februar um 1,0% ergeben, während die unbereinigten Zahlen einen Anstieg um 3,0% ausweisen. Ohne Schalttag hätte die Zahl der Nächtigungen von November bis einschließlich Februar statt um 1,7% um nur 0,2% zugenommen.

Die Tourismusbilanz zeigt sich nach Ablauf von zwei Dritteln der Wintersaison 2015/16 auf den ersten Blick recht positiv. Sowohl die Zahl der Ankünfte (3,88 Mio.) als auch die der Nächtigungen (17,74 Mio.) erreichten neue Höchstwerte, im Vorjahresvergleich ergaben sich damit beträchtliche Zugewinne von 3,5% (Ankünfte) und 1,7% (Nächtigungen). Allerdings profitierte die  Tourismuswirtschaft  von dem Schalttag im  Februar  2016.  Der Sondereffekt  eines  zusätzlichen Urlaubstages verzerrt den Vergleich mit den Wintersaisonen vergangener Jahre ohne Schalttag. Aus diesem Grund hat das WIFO auf Basis zeitreihenstatistischer Methoden eine Bereinigung dieses Effektes vorgenommen.

Im Februar 2016 war die Zahl der Ankünfte laut den kürzlich von Statistik Austria veröffentlichen Daten um 4,7% höher als im Vorjahr, die Nächtigungszahl stieg um 3,0%. Bereinigt um den  Effekt des Schalttages ergibt sich für die Ankünfte lediglich ein Anstieg von 1,3%, während die Nächtigungen sogar um 1,0% unter dem Vorjahresniveau liegen.

Die Bereinigung der Februar-Zahlen verändert auch die Bilanz für den Zeitraum November 2015 bis Februar 2016 wesentlich: Die Veränderungsraten liegen mit +2,4% (Ankünfte) und +0,2% (Nächtigungen) deutlich unter den unbereinigten Werten. Aufgrund der Korrektur der Nächtigungszahlen fallen auch die vom WIFO berechneten vorläufigen Umsatzzahlen geringer aus: Statt einer preisbereinigten Steigerung um 0,9% ergibt sich für den Zeitraum November bis Februar ein Rückgang um 0,6%.

    WIFO Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

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