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Sepp Eisl ist Biolandwirt des Jahres 2018 (Foto: Timo Jaworr)

Biobauer Sepp Eisl ist der Biolandwirt des Jahres 2018

19. Oktober 2018 | 07:56 Autor: Seegut Eisl Startseite, Salzburg

Abersee/Berlin (A/D) Sepp Eisl ist Biolandwirt aus voller Überzeugung. Mit viel Mut und Pioniergeist führt er gemeinsam mit seiner Frau Christine seit über 30 Jahren seine Landwirtschaft mit Milchschafhaltung, Direktvermarktung und seit 2017 auch Speiseeisproduktion. Dabei haben für den Bio-Austria-Landwirt Qualität und nachhaltiges Wirtschaften oberste Priorität. Gestern Abend wurde Sepp Eisl aus Abersee am Wolfgangsee bei der „Nacht der Landwirtschaft“ im Berlin mit dem Ceres Award als „Biolandwirt des Jahres“ ausgezeichnet. Der Ceres Award gilt als bedeutendster Preis für Landwirtinnen und Landwirte im gesamten deutschsprachigen Raum.

Mut zur Umstellung
Er war erst 17 Jahre alt, als Sepp Eisl damals im Jahr 1982 nach einer Alternative zum Milchvieh suchte und sich dabei zwei Schafe und ein paar Lämmer kaufte. Mit viel Mut und Pioniergeist entschloss er sich damals die Milch selber am eigenen Hof zu verarbeiten. Heute stehen auf dem „Seegut Eisl“, einem über 500 Jahre alten Traditionsbauernhof am Wolfgangsee, 140 Ostfriesische Milchschafe auf der Weide. Der Betrieb von Sepp Eisl ist zu 100 % biozertifiziert. In der eigenen Hofkäserei verarbeitet Familie Eisl die Schafmilch zu naturbelassenen Qualitätsprodukten wie Frischkäse, Joghurt, Fruchtmolke und seit 2017 auch zu Schafmilcheis. Alle Produkte werden nach eigener Kreation und Entwicklung, sorgfältig und handwerklich in Bio-Austria-Qualität hergestellt. Über 200 langjährige Stammkunden aus Gastronomie und Einzelhandel beliefert Familie Eisl einmal wöchentlich persönlich mit ihren Spezialitäten. Unter der Marke „EISL EIS“ betreibt Familie Eisl in der Salzburger Altstadt seit 2017 den ersten Schafmilcheis-Salon Österreichs.

Nachhaltig wirtschaften für die nächsten Generationen
Umweltschutz, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen ist für Sepp Eisl oberstes Gebot. Er achtet und schätz das Geleistete der Vorgenerationen und denkt und handelt, so gut als möglich, bereits für die nächsten Generationen. So verwendet Familie Eisl für die Spezialitäten-Produktion ausschließlich erneuerbare Energien und betreibt selbst ein eigenes Biomasse-Heizwerk. Dieses wird mit den eigenen Hackschnitzeln und einer thermischen Solaranlage betrieben und versorgt nicht nur das gesamte „Seegut Eisl“ samt Campingplatz, sondern auch 10 umliegende Nachbarhäuser. Sepp Eisl hat in seiner Käserei den ersten Speiseeis-Pasteur Österreichs, der mit Solarwärme betrieben werden kann. Zudem wird am gesamten Betrieb ausschließlich Ökostrom verwendet. Die Verpackung der Schafmilchspezialitäten ist, wenn irgendwie möglich, biologisch abbaubar, recyclebar oder wiederverwendbar. Außerdem setzt Familie Eisl bei den verwendeten Rohstoffen auf 100% Bio und soweit möglich, auch auf die österreichische Herkunft der Zutaten. Für Sepp Eisl ist es zudem sehr wichtig der nächsten Generation schon früh Entfaltungsmöglichkeiten zu geben und voll im Betrieb zu integrieren.

„Ich bin überwältigt und überglücklich, diese große Auszeichnung nach Österreich holen zu dürfen. Es ist eine große Ehre und eine Bestätigung für unsere Arbeit“, so Biolandwirt Sepp Eisl vom Seegut Eisl am Wolfgangsee. „Ich möchte hiermit jungen Hofnachfolgern Mut machen, dass man mit einem landwirtschaftlichen Betrieb viele Chancen hat, wenn man selbst initiativ wird. Auch dann, wenn es vielen Außenstehenden am Anfang nicht so erfolgsversprechend erscheint“, so Sepp Eisl.

Ceres Award ist die höchste landwirtschaftliche Auszeichnung
Bereits zum fünften Mal wurde am 18. Oktober in Berlin der CeresAward verliehen. Hierbei würdigte agrarheute, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich, im feierlichen Rahmen Landwirtinnen und Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Der CeresAward begeistert die Branche und gilt als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ im deutschsprachigen Raum. Neben dem Gesamtsieg „Landwirt des Jahres“ wird jeweils ein Sieger in zehn Einzelkategorien, wie Biolandwirt, Ackerbauer, Geflügelhalter oder Milchviehhalter ausgelobt. Sepp Eisl wurde als Sieger der Kategorie „Biolandwirt“ gewählt und wurde somit als „Biolandwirt des Jahres“ geehrt. „Für ihn ist Bio so selbstverständlich, dass er darauf gar nicht mehr extra hinweist, sondern sein Hofgut, die Region und die Qualität in den Vordergrund stellt. Und die Qualität, die schmeckt man am besten in seinem Eis“, urteilte die Fachjury des CeresAward über den Kategorie-Sieger Sepp Eisl. Die Juroren in der Kategorie Biolandwirt waren Minou Youssefi-Menzler (Stiftung Ökologie & Landbau) sowie Julia Schürer (agrarheute).

  • Seegut Eisl | Abersee/Wolfgangsee (Foto: Seegut Eisl)
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  • Seegut Eisl | Abersee/Wolfgangsee (Foto: Seegut Eisl)
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