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Landesgeschäftsführer Siegfried Steinlechner

AMS Salzburg: Kein Zuwachs der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn

01. Februar 2016 | 14:22 Autor: AMS Salzburg Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Seit Mai 2012 hat die Arbeitslosigkeit in Salzburg stetig zugenommen. Nun ist dieser Zuwachs erstmals seit bald vier Jahren zum Erliegen gekommen. Um 0,3 Prozent bzw. 55 Personen ist die Zahl arbeitsloser Personen im ersten Monat des Jahres gestiegen. Rechnet man aber den Umstand ein, dass die Schulungsteilnahmen um 3,5 Prozent bzw. 107 Personen rückläufig waren, so ergibt sich eine Nettoveränderung von minus 0,3 Prozent. Österreichweit ist die Arbeitslosigkeit um 4,6 Prozent, bei Einrechnung der Schulungsteilnahmen um 3,7 Prozent gestiegen.

Ende Jänner – am Höhepunkt der saisonalen  Bauarbeitslosigkeit - waren beim Arbeitsmarktservice Salzburg 17.386 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dazu kommen 2.939 Personen, die an Ausbildungsaktivitäten teilnehmen. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben und beträgt nach nationaler Berechnung 6,5 Prozent. Das ist nach Vorarlberg die zweitniedrigste Quote. Bundesweit beträgt die Arbeitslosenrate 10,9 Prozent.

„Die stagnierende Arbeitslosigkeit hat nicht nur saisonale Ursachen“, kommentiert AMS-Landesgeschäftsführer Siegfried Steinlechner den verhältnismäßig guten Start ins neue Jahr: „Die rückläufige beziehungsweise moderat steigende Arbeitslosigkeit erstreckt sich über ein Spektrum an Branchen, ebenso wie die um 37,5 Prozent gestiegene Zahl an Besetzungsaufträgen für offene Stellen, die dem AMS erteilt wurden.“

Als positives Signal bewertet man beim AMS die um 3,8 Prozent rückläufige Arbeitslosigkeit in der Warenherstellung sowie die ebenso rückläufigen Arbeitslosenzahlen um 2,7 Prozent in der Arbeitskräfteüberlassung. Ein leichtes Minus von 0,8 Prozent verzeichnet auch der Handel, einen geringfügigen Zuwachs von 0,3 Prozent  das Bauwesen. Im Gastgewerbe ist ein Plus von 2,7 Prozent zu registrieren, das ausschließlich von steigender Arbeitslosigkeit in der Gastronomie (+6,7%) verursacht wird, während die Hotellerie einen Rückgang um 2,5 Prozent vermelden kann. Deutliche Zuwächse zeigte zuletzt aber das Verkehrswesen (+9,7%).

Regional trugen zur Stagnation der Arbeitslosigkeit vor allem die Rückgänge der Arbeitslosigkeit innergebirg bei. So gab es im Pongau einen Rückgang um 2,3 Prozent, im Lungau von 3,7 Prozent und im  Pinzgau ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Auch in der Landeshauptstadt (+0,5%) und im Flachgau (+0,4%) waren die Zuwächse moderat. Einen vergleichsweise deutlichen Anstieg verzeichnete dagegen der Tennengau mit plus 5,1 Prozent.

Bei Männern und Frauen zeigt die Entwicklung einen gegenläufigen Verlauf: um 1,1 Prozent auf 5.384 Personen sinkende Arbeitslosenzahlen bei Frauen, aber um ein Prozent auf 12.002 Personen gestiegene Arbeitslosigkeit bei Männern: Ursache ist der Höhepunkt der Bauarbeitslosigkeit, die allein für mehr als 4.500 Arbeitslose verantwortlich ist.

Rückläufig ist mit minus 1,3 Prozent auch die Jugendarbeitslosigkeit unter 25 Jahren, während bei der Altersgruppe ab 50 Jahren ein Plus von 6,5 Prozent registriert werden musste. Stark steigt weiterhin die Langzeitarbeitslosigkeit über ein Jahr (+59,3%).

    AMS Arbeitsmarktservice Salzburg

    Auerspergstraße 67a, 5020 Salzburg, Österreich
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