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Siegfried Steinlechner, AMS Salzburg

Arbeitslosigkeit am Salzburger Arbeitsmarkt erstmals seit fast vier Jahren rückläufig

01. März 2016 | 12:24 Autor: AMS Salzburg Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Nach 45 Monaten ist die Zahl der Arbeitslosen im Bundesland Salzburg wieder gesunken.  Bau und Warenherstellung verzeichneten die stärksten Rückgänge.

Exakt 16.563 Personen waren Ende Februar beim AMS Salzburg arbeitslos vorgemerkt. Das ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 688 Personen oder vier Prozent. Ebenfalls um vier Prozent auf  2.941 rückläufig waren die Schulungsteilnahmen. Damit gab es erstmals seit 45 Monaten beziehungsweise seit Mai 2012 einen echten Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

Die Arbeitslosenquote ist um 0,3 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent gesunken. Das ist nach Vorarlberg (6,1%) der zweitniedrigste Wert bundesweit. Im österreichischen Durchschnitt beträgt die Arbeitslosenrate 10,4 Prozent – jeweils nach nationaler Berechnungsmethode.

Obwohl schon seit einigen Monaten die Arbeitslosenzuwächse immer geringer wurden, gibt man sich beim AMS nur vorsichtig optimistisch: „Wir befinden uns jetzt vielleicht am Einstieg in eine erwartete, etwas positivere Entwicklung, aber von einer deutlichen Trendwende kann noch nicht gesprochen werden. Dazu gibt es zu viele wirtschaftliche Unsicherheitsfaktoren“, konstatiert Siegfried Steinlechner, der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg.   

Nach Branchen zeigten sich im Februar flächige Rückgänge mit Schwerpunkten in der Warenherstellung (-9,5%) und besonders im Bauwesen (-11,1%), wozu auch die günstige Witterung beigetragen haben dürfte. Aber auch im Handel (-3,2%) und in der Arbeitskräfteüberlassung (-4,4%) sind die Arbeitslosenzahlen spürbar gesunken. Im Hotel- und Gastgewerbe stagnierte die Arbeitslosigkeit (+0,9%), der geringe Zuwachs geht auf das Konto der Gastronomie.

Die Rückgänge im Produktionsbereich finden besonders bei männlichen Arbeitskräften ihren Niederschlag. Bei ihnen ist die Arbeitslosigkeit um 5,6 Prozent auf 11.150 Personen gesunken. Nur etwa halb so viele Frauen (5.413) waren arbeitslos, allerdings bei einem Rückgang von nur einem halben Prozent.

Mit einem Minus von 7,6 Prozent war die Jugendarbeitslosigkeit bis 24 Jahre deutlich rückläufig, während in der Altersgruppe ab 50 Jahre weiterhin – wenn nun auch geringere – Zuwächse im Ausmaß von 2,9 Prozent zu verzeichnen waren.  Sorgen bereitet auch der anhaltende massive Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit um 61,5 Prozent. Mit 1.019 Betroffenen wurde erstmals die Tausendergrenze überschritten.

Positiv ist dagegen der Anstieg der beim AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen um 41,4 Prozent auf 3.832 zu werten, der zu einem großen Teil aus den Bereichen Industrie und Gewerbe stammt.

Mit Ausnahme des Tennengaus – hier gab es einen Zuwachs um fünf Prozent – sind die Arbeitslosenzahlen in allen Bezirken gesunken. Am stärksten im Lungau (-10,5%), gefolgt vom Pinzgau (-9,1%), dem Pongau (-8,1%), dem Flachgau (-3,8%) und der Stadt Salzburg (-1,9%).


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