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Saisoneffekt unterbricht Abbau der Arbeitslosigkeit (Foto: S. Hofschläger/pixelio)

Saisoneffekt unterbricht Abbau der Arbeitslosigkeit - Der Salzburger Arbeitsmarkt im März

03. April 2017 | 11:41 Autor: AMS Salzburg Salzburg

Salzburg (A) Nach über einem Jahr ununterbrochener Rückgänge sorgt das Einsetzen der Tourismus-Zwischensaison für einen leichten Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit. Trotzdem ist Salzburg wieder das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote.

Womit man beim Arbeitsmarktservice Salzburg schon gerechnet hatte, ist jetzt eingetroffen: Nach dreizehn Monaten mit sinkender Arbeitslosigkeit war nun wieder ein Anstieg zu verzeichnen, der allerdings mit plus 0,4 Prozent nur geringfügig ausgefallen ist. Verantwortlich ist laut Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg, der im Vergleich zum Vorjahr sehr späte Ostertermin: „Erfolgte im Vorjahr vielfach eine Durchbeschäftigung bis zu den Osterfeiertagen, setzte das Auslaufen der Wintersaison heuer früher ein und sorgte für einen vermehrten Zugang von Tourismusbeschäftigten in die Arbeitslosigkeit.“ Dieser Zuwachs sei aber auf keine konjunkturellen Faktoren zurückzuführen, betont Steinlechner, da nicht nur die Arbeitslosenzahlen in Industrie und Gewerbe weiter sinken, sondern auch die Stellenmeldungen stark steigen.

Zum Stichtag Ende März waren 14.113 Personen im Bundesland Salzburg arbeitslos gemeldet. Das sind sechzig Personen mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Alleine 317 (+12,6%) zusätzliche Arbeitslose entfallen auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie. Das Bauwesen verzeichnete dagegen ein Minus von 389 (-19,5%) Arbeitslosen, die Warenherstellung von minus 143 (-10,6%) Arbeitslosen. Ebenfalls zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit im Handel (-97 Personen bzw. -4,4%). Zuwächse gab es dagegen bei den Wirtschaftsdienstleistungen (+113 Personen bzw. +5,3%), worunter auch die Arbeitskräfteüberlassung und die Gebäudebetreuung erfasst sind.

Deutlich sichtbar wird der Saisoneffekt bei Betrachtung der Arbeitslosigkeit nach dem Geschlecht: Während bei Frauen ein Zuwachs um 7,0 Prozent (+384 Personen) zu verzeichnen war, gab es bei Männern einen Rückgang um minus 3,8 Prozent (-324 Personen).

Bei jungen Arbeitskräften unter 25 Jahre setzt sich der Trend sinkender Arbeitslosigkeit mit einem Minus von 8,3 Prozent fort, während die Arbeitslosigkeit ab 50 Jahre mit einem Plus von 9,4 Prozent weiter steigt.

Bei der Langzeitarbeitslosigkeit über 1 Jahr ist ein leichtes Einbremsen zu beobachten, wenngleich der Zuwachs von plus 20,9 Prozent auf 1.227 Personen immer noch deutlich ausfällt.

Die regionale Entwicklung der Arbeitslosenzahlen fällt unterschiedlich aus: Zuwächse verzeichnen der Flachgau (+3,0%), die Stadt Salzburg (+2,0%) und der Pinzgau (+1,8%), während die Arbeitslosigkeit im Lungau (-8,3%, im Tennengau (-7,4%) und im Pongau (-1,0%) rückläufig ist.

Die Zahl der Schulungsteilnahmen ist mit 2.863 gegenüber dem Vorjahr genau gleichgeblieben. Damit sind insgesamt 16.976 Personen arbeitslos oder in Schulung, ebenfalls ein Plus von 0,4 Prozent.

Bei den offenen Stellen war ein kräftiges Plus von 32,5 Prozent auf 4.692 zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote beträgt im Bundesland Salzburg wie vor einem Jahr 5,2 Prozent (nach nationaler Berechnungsmethode). Damit hält Salzburg nun wieder vor Vorarlberg und Tirol den niedrigsten Wert im Ranking der österreichischen Bundesländer (Österreich: 8,9%).

    AMS Arbeitsmarktservice Salzburg

    Auerspergstraße 67a, 5020 Salzburg, Österreich
    +43 662 8883-0

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