Raiffeisen Burgenland startet landesweite Nachhaltigkeitsinitiative

Raiffeisen Burgenland startet landesweite Nachhaltigkeitsinitiative
Bundesinnungsmeister Andreas Wirth, Bgm. LAbg. Thomas Steiner, VDir. Mag. Eva Fugger, Präs. ÖkR DI Erwin Tinhof

Eisenstadt (A) Mit einer groß angelegten Nachhaltigkeitsinitiative widmet sich Raiffeisen Burgenland gemeinsam mit Kooperationspartnern einem der zentralsten Themen unserer Zeit: der nachhaltigen Energiegewinnung und dem Aufbau regionaler Energie-Infrastrukturen im privaten, unternehmerischen und öffentlichen Bereich. Die neue Nachhaltigkeitsinitiative zielt auf landesweite Impulse für eine ökologisch weitblickende Entwicklung auf möglichst vielen Ebenen ab. „Damit werden wir als Unternehmen auch unserem Gründergeist gerecht, der seit Beginn von regionaler Verantwortung, Solidarität und der Partnerschaft mit der Bevölkerung geprägt war“, betont Präsident ÖkR DI Erwin Tinhof, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Raiffeisenlandesbank Burgenland.

So widmet man sich auch dem Thema Photovoltaik als erstem Baustein der Initiative möglichst ganzheitlich. „Es geht uns dabei um weit mehr als nur die Frage der Energiegewinnung. So beinhalten unsere Aktivitäten auch Maßnahmen im Bereich der regionalen Wertschöpfung, der Finanzierung und der intensiven Nutzung vorhandener Strukturen, wie etwa beim Vertrieb von Materialien über das Netzwerk der Raiffeisen Lagerhäuser. Von unserer Initiative soll schließlich nicht nur unser gemeinsamer Lebensraum, sondern vor allem auch jeder einzelne Mensch im Burgenland profitieren“, so Tinhof.

Als zweites Projekt im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative startet Raiffeisen Burgenland einen neuen Nachhaltigkeitsrechner für Photovoltaikanlagen. Dieser kann in einer ersten Phase bei Beratungsgesprächen in den Raiffeisen-Bankstellen genützt werden, ab Herbst wird dieser dann auch online nutzbar sein. Der Rechner ist ein schnelles, einfaches und praktikables Instrument zur Berechnung der Effekte einer Photovoltaikanlage. Am Ende erhält der Kunde einen umfassenden Ergebnisbericht samt Zusammenfassung, Erklärung der Erhebungsmethode, möglichen Förderungen, Finanzierungsangebot und einer Übersicht zu regionalen Elektro-Fachbetrieben.

Die Energiegenossenschaft: Ein Modell mit Zukunft für alle Burgenländer
Als solche bezeichnet man einen Zusammenschluss von verschiedenen Teilnehmern, die gemeinsam erneuerbare Energie produzieren, speichern, verbrauchen und verkaufen, und zwar auf freiwilliger und nicht gewinnorientierter Basis. Voraussetzung dafür ist, dass alle teilnehmenden Netzbenutzer inklusive der Erzeugungsanlagen einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft innerhalb eines regionalen Nahbereichs angesiedelt sind. „Auf Basis von insgesamt 20 Energiegenossenschaften, die das gesamte Burgenland abdecken, haben Gemeinden, Vereine, Verbände, Unternehmen und jede Burgenländerin und jeder Burgenländer die Möglichkeit, sich einer Energiegemeinschaft anzuschließen“, erklärt Mag. Eva Fugger,

Vorstandsdirektorin der Raiffeisenlandesbank Burgenland. Mit diesen „Energie-Nahversorgern“, so Fugger, läutet Raiffeisen gemeinsam mit den regionalen Partnern der Initiative ein „neues Energie-Zeitalter“ ein.

Der Nutzen liegt dabei für alle Beteiligten - ob Einspeiser oder Bezieher - auf der Hand. Maßgeblich für die Attraktivität des Modells ist vor allem die Unabhängigkeit, da sämtliche Entscheidungen innerhalb der Genossenschaft von der Generalversammlung getroffen werden. Dies garantiert ein konsequentes Vorgehen im Sinne der Mitglieder und des gemeinsamen Ziels. Durch die nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisationsform können so besonders attraktive Preise realisiert werden, die zudem weitaus weniger deutlichen Schwankungsbreiten als am Markt üblich ausgesetzt sind. In einer ersten Phase sollen vor allem jene Personen und Unternehmen angesprochen werden, die über bereits bestehende Photovoltaikanlagen Energie an die Energiegemeinschaften liefern können. „Am Ende sind die Genossenschaften vor allem auch regionale Infrastrukturprojekte. Denn je mehr beteiligte Photovoltaikanlagen entstehen, umso spürbarer werden auch die Vorteile der Genossenschaften“, so Fugger.

Landesweite Energiewende: Startschuss in Eisenstadt
Den Start macht die Energiegenossenschaft Eisenstadt eGen, die heute von Bürgermeister LAbg. Thomas Steiner präsentiert wurde. „In Eisenstadt nehmen wir seit Jahren den Klimaschutz auch selbst in die Hand. Jetzt gehen wir mit dieser ersten Genossenschaft gemeinsam mit Raiffeisen Burgenland und den Bürgerinnen und Bürgern in der Energiewirtschaft voran. Gemeinsam, nachhaltig und regional setzen wir ein Zeichen für die Umwelt und gegen die explodierenden Strompreise. Stabiles Klima, stabile Preise.“ Mit diesem schnellen Start wird ein starkes Signal in Richtung Energiewende gesetzt, denn die erste von 20 Energiegenossenschaft – jene in Eisenstadt - ist bereits gegründet.  Ab sofort läuft das Vormerksystem für interessierte Bürger. „Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein mit uns gemeinsam den Klimaschutz noch mehr in die Hand zu nehmen. Mit dieser neuen zukunftsweisenden Initiative können alle in eine umweltgerechte Energiewirtschaft investieren und gleichzeitig auch einen finanziellen Nutzen davon haben“, so Steiner stolz. Er betont weiter: „Jede Eisenstädterin und jeder Eisenstädter kann Teil von regionalen Energieanlagen werden und so auch bei der eigenen Stromrechnung sparen – egal ob er selbst Strom produziert, oder nur konsumiert.“  Der Vorteil: Jeder kann seinen Betrag leisten, egal ob kleine, private Anlagen oder PV-Anlagen auf Firmendächern oder Gemeindebauten. Steiner dazu: „Das Prinzip ist aber auch hier Dächer vor Äcker. Denn mit einer Genossenschaft sind auch kleine Anlagen für die Allgemeinheit nutzbar und große Versiegelungen durch Mega-PV Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen nicht notwendig.“ Es sei ein Meilenstein für das gesamte Bundesland, dass man beim Thema Photovoltaik nun gebündelt, flächendeckend und auf gemeinschaftlicher Solidarität aufbauend einen großen Schritt in Richtung nachhaltiger Energiegewinnung und -versorgung setze.

Burgenländische Elektrounternehmern als starke Partner in Planung und Umsetzung
Für den Bundes- und Landesinnungsmeister der Elektriker Österreichs, Andreas Wirth, ist von großer Bedeutung, dass die nun lancierte Initiative ein großes Spektrum an Effekten auslöst. „Die Energiewende geht uns alle an und muss auch bei den Menschen ankommen – spürbar und von möglichst breitem Nutzen geprägt. Es ist ein Faktum, dass der Umstieg in Sachen Energie untrennbar mit dem heimischen Handwerk und Gewerbe verbunden ist und damit auch für eine Stimulierung regionaler Wirtschaftskreisläufe beiträgt“, so Wirth, der die heimischen Betriebe im Rahmen der Initiative als zentrale Faktoren bezeichnet. „Diese werden dafür verantwortlich sein, dass der mit dem Projekt bezweckte Ausbau von Photovoltaikanlagen im ganzen Burgenland auch wirklich so stattfindet – individuell geplant, professionell begleitet und möglichst zeitnah umgesetzt!“

„Die Elektropartner als lokal und regional verwurzelte Unternehmen sind dabei die perfekten Begleiter“, so Wirth. Für den Innungsmeister steht fest: „Wir Elektriker können Energiewende, wir können Digitalisierung und unterstützen daher diese Nachhaltigkeitsinitiative und die burgenlandweiten Energiegenossenschaften, die einen sehr breiten Kreis an Teilnehmern und Nutznießern anspricht. Neben so manch groß dimensionierten Leuchtturmprojekt sehen wir uns als essenziellen Teil der Energiewende und der Dekarbonisierung. Wenn dabei noch ein Gutteil der Einkommenseffekte im Lande verbleibt, freut uns das umso mehr!“

 

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