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Landesrat Harald Sonderegger und Sandra Stroj vom Forschungszentrum Mikrotechnik der FHV

Forschungskooperation der FH Vorarlberg mit High Q Laser

17. Juni 2013 | 08:59 Autor: FHV Vorarlberg

Dornbirn (A)  Neue Laserstrukturieranlage ermöglicht industrie- und fertigungsnahe Forschung im Bereich Laser-Mikromaterial-bearbeitung. Landesrat Harald Sonderegger und FHV-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl nahmen die neue Anlage im Forschungszentrum Mikrotechnik der FHV in Augenschein.
 
Durch die fortschreitende Miniaturisierung in der Elektronik, Halbleiterfertigung und Medizintechnik ist es unabdingbar geworden, immer kleinere und präzisere Strukturen in unterschiedlichste Substrate einbringen zu können. Laser spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Forschungszentrum Mikrotechnik der FH Vorarlberg (FHV) wird deshalb seit der Gründung 2002 auf dem Gebiet der Mikrobearbeitung durch Laser geforscht und gearbeitet. Ein wichtiger Kooperationspartner ist dabei das Vorarlberger Unternehmen High Q Laser GmbH, einer der weltweit führenden Hersteller von Ultrakurzpulslasern.

Diese Zusammenarbeit der FHV mit High Q Laser wurde nun mit der Inbetriebnahme einer neuen Laserstrukturieranlage weiter ausgebaut. Die Anlage wurde von High Q Laser mit einem Ultrakurzpuls-Laser der neuesten Generation namens SPIRITTM ausgestattet und ermöglicht dem Forschungszentrum, fertigungsnahe Forschungsprojekte mit hoher Integrationstiefe durchzuführen.

Für Landesrat Harald Sonderegger, der sich von der Leistungsfähigkeit der neuen Anlage bei seinem Besuch an der FHV überzeugte, ist die Kooperation mit High Q Laser ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit der FHV mit der regionalen Wirtschaft: „Angewandte Forschung schafft Wissen, von dem die Industrie und die Fertigung direkt profitieren können. Wir haben mit der FHV in Vorarlberg eine Institution, die in zahlreichen F&E Projekten neues Wissen generiert und Lösungen für konkrete Fragen und Problemstellungen der Wirtschaft erarbeitet. Die Unternehmen implementieren dieses Wissen in ihre Produkte und Entwicklungen. Diese gut funktionierende Zusammenarbeit ist eine wichtige Grundlage für Innovation und technischen Fortschritt in unserer Region.“

High Q Laser ist eines der Unternehmen, das seit Jahren auf diese Zusammenarbeit setzt. Der Rankweiler Hersteller von Lasersystemen möchte im Bereich der Mikromaterialbearbeitung seine Kompetenzen weiter ausbauen. Dafür stellt er der FHV für deren neue Laserstrukturieranlage einen Ultrakurzpuls-Laser zur Verfügung. Die Anlage ist so konzipiert, dass der Laser ausgetauscht werden kann und somit immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung bleibt. Im Gegenzug kann High Q Laser die Infrastruktur des Forschungszentrums mitnutzen und profitiert darüber hinaus von den Forschungsergebnissen der Hochschule.

Für das Forschungszentrum Mikrotechnik stellt die neue Laserstrukturieranlage einen wichtigen Ausbau der Infrastruktur dar, welche industrie- und fertigungsnahe Forschung im Bereich der Mikromaterialbearbeitung ermöglicht. Die Maschine von 3D Micromac GmbH, einem Hersteller der sich auf Laseranlagen spezialisiert hat, ist so flexibel, dass sie sowohl für wissenschaftliche Anwendungen als auch für die Produktfertigung einsetzbar ist. In dieser Flexibilität sieht FHV-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl einen wichtigen Schritt entsprechend der strategischen Ausrichtung der FHV: „Das neue Gerät ermöglicht Ausbildung und gleichzeitig wirtschaftsnahe Forschung auf höchstem Niveau. Das ist ein großer Pluspunkt für uns als FHV und ein Vorteil für unsere Studierenden. Die Kooperation mit High Q Laser ist ein sehr gutes Beispiel für die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft, die bei uns hohe Priorität besitzt und nach Möglichkeit noch weiter ausgebaut wird.“

Wie eng Forschung und Studium an der FHV miteinander verbunden sind, zeigt das Beispiel von Tamara Pacher. Die Master-Studentin im Studiengang Mechatronics arbeitet derzeit im Rahmen ihrer Master Thesis zum Thema „Selektive Mikrostrukturierung mittels Ultrapulslaser“ an einem Forschungsprojekt für Sony DADC in Salzburg. Sie verwendet die neue Laserstrukturieranlage für den praktischen Teil ihrer Arbeit. Ihr Ziel ist es, einen Chipmaster für eine Spritzgussmatrize herzustellen. Tamara Pacher ist neben ihrem Studium auch Teilzeitmitarbeiterin im Forschungszentrum Mikrotechnik und hat ein zweimonatiges Praktikum bei Sony absolviert.

Um Projekte wie dieses umzusetzen, braucht die FHV eine moderne Infrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik. Die Kooperation mit High Q Laser ermöglicht im Bereich der Lasertechnik diesen Standard zu gewährleisten. Für den Leiter des Forschungszentrums Mikrotechnik, Johannes Edlinger ein wichtiger Schritt: „Wir haben den Auftrag industrienahe Forschung zu betreiben, die lokalen Nutzen stiftet. Um diese angewandte Forschung auf hohem Niveau zu leisten, brauchen wir Industriepartner wie High Q Laser, die uns modernste Geräte  zu Verfügung stellen. Diese Kooperation zeigt, dass Unternehmen und Hochschule davon profitieren können.“

  • Geschäftsführer High Q Laser Klaus Madlener, Geschäftsführer FHV Stefan Fitz-Rankl, Mechatroinics-Studentin Tamara Pacher und der Leiter des Forschungszentrums Mikrotechnik Johannes Edlinger
    uploads/pics/FHV-highqlaser-vorarlberg-wirtschaftszeit.jpg

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