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Dr. Roland Alton

Medienplattform „Ethify Yourself“ gewinnt Umweltbildungspreis

15. Mai 2014 | 11:53 Autor: FHV Vorarlberg

Dornbirn (A) Studierende der FH Vorarlberg (FHV) beteiligten sich über die Medienplattform "Ethify Yourself" an einer Wertedebatte und hinterfragten unsere Konsumgewohnheiten sowie die Verantwortung von Unternehmen. "Ethify Yourself" wurde gestern mit dem Umweltbildungspreis ausgezeichnet.

Was ist in der Werbung erlaubt? Wie können Unternehmen etwas gegen den Klimawandel tun? Nach welchen Werten wollen wir leben? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich FHV-Studierende in den Fächern Medienethik und Wirtschaftsethik. Der FHV-Hochschullehrer Dr. Roland Alton hat dazu die Medienplattform "Ethify Yourself" aufgebaut. Diese wurde nun mit dem Sustainability Award 2014 im Handlungsfeld Kommunikation und Entscheidungsfindung ausgezeichnet. Der Preis wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft sowie vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vergeben. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsprozesse in der österreichischen Hochschullandschaft zu fördern und besser bekannt zu machen. Die Jury war unter anderem mit Dr. Franz Fischler prominent besetzt. Die Preisverleihung fand am 14. Mai 2014 in Wien statt.

Dr. Alton begann 2010 mit dem Aufbau der Medienplattform "Ethify Yourself". Anlass war die Finanzkrise und der laute Ruf nach einer Wertedebatte. Aus Unterlagen für den Unterricht entstand ein Buch, das vollständig online, als App, optimiert für mobile Geräte, gedruckt und als Wikibook verfügbar ist. In einer Galerie und im Blog hinterfragen InterMedia Studierende der FHV unsere Konsumgewohnheiten, etwa in der Videoanimation "Geiz ist ungeil" über Lebensmittel-Diskonter. In den Masterstudiengängen werden die Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Verantwortung zu messen und zu verbessern anhand von fünf Methoden vermittelt und geübt. "Fragen, die in den Fächern Medienethik oder Wirtschaftsethik behandelt werden, benötigen aktuelle Bezüge und eine Didaktik mit Praxisbezug" ist Dr. Alton überzeugt.

„Ethify Yourself“ zeigt Grenzen des Wachstums und die sich daraus ergebenden Chancen für einen nachhaltigen Lebensstil. Der Ethify Wertefächer wurde unabhängig von jedem Glauben entwickelt und fußt auf Menschenrechten und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dr. Alton erklärt: "Mit dem Ethify Journal können die eigenen Lebensziele beleuchtet werden. Wer allen vier Lebensbereichen gleich viel Aufmerksamkeit schenkt, wird mitunter Prioritäten hin zu einem achtsamen und ausbalanciertem Umgang mit Natur und Mitmenschen verschieben." Die Medienplattform erhebt keinerlei Anspruch auf universelle Gültigkeit, sondern soll den Diskurs um Werte anregen, die jeder und jede für sich selber finden muss. Immerhin verweist bereits die Wikipedia mehrfach auf Ethify Yourself, etwa als Weiterentwicklung des Konzepts "Weltethos" des Theologen Hans Küng.

Link zu Ethify Yourself: http://ethify.org
Link zum Award: http://www.umweltbildung.at/initiativen/sustainability-award.html

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