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Stadt Dornbirn betreut 14 Gemeinden des Bregenzerwaldes in Personalangelegenheiten

11. April 2012 | 11:54 Autor: Stadt Dornbirn Vorarlberg

Dornbirn (A) Mit Wirkung vom 1. Jänner 2012 hat die Stadt Dornbirn in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband ein Kompetenzzentrum für Personalverwaltung und Personalverrechnung eingerichtet. Bürgermeister Wolfgang Rümmele namens der Standortgemeinde, Gemeindeverbandspräsident Harald Sonderegger und Bgm. Georg Fröwis als Vertreter einer der beteiligten Gemeinden stellen in einer Pressekonferenz dieses zukunftsweisende Gemeindekooperationsmodell vor.

„Das in den Städten und größeren Gemeinden vorhandene Spezialwissen wird durch die Einrichtung eines sog. Kompetenzzentrums auch kleineren Gemeinden einfach und unbürokratisch zugänglich“, betonen die Bürgermeister uni-sono.

Im Rahmen eines sog. Kompetenzzentrums bietet die Stadt Dornbirn den Gemeinden im Bregenzerwald im Bereich Personalverwaltung und Gehaltsverrechnung Unterstützung in Personalangelegenheiten an. „Hintergrund dieser Einrichtung ist“, so Bgm. Rümmele und Vizepräsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes, „eine zunehmende Regelungsdichte im Bereich der Personalverwaltung bzw. -verrechnung. Kleinere Gemeinden sind aufgrund ihrer Personalkapazität kaum mehr in der Lage, die ständig komplexer werdenden Aufgaben im Personalbereich mit eigenem Personal zu bewältigen.“

Die Stadt Dornbirn hat im Verlauf der letzten Jahre aufgrund ihrer Größe im Personalverwaltungsbereich eine hohe Fachkompetenz entwickelt. Bei kleinen Gemeinden sind einzelfallbezogene Speziallösungen oft mit erheblichem Recherchenaufwand verbunden. Innerhalb der Stadt Dornbirn sind derartige Fragen größtenteils zur Routine geworden.

Aufgabe des Kompetenzzentrums ist die Betreuung und Hilfestellung für die Gemeinden in allen Personalangelegenheiten, von der Rekrutierung und Anstellung bis zum Ausscheiden der Mitarbeiter.  Den Gemeinden werden sämtliche Muster und Vorlagen zur Verfügung gestellt, welche die Stadt im Laufe der Zeit entwickelt hat. Personalentscheidungen, dienstrechtliche Verfügungen sowie das gesamte Personalmanagement bleiben aber in der Verantwortung der jeweiligen Kommune.

Bgm. Rümmele weist darauf hin, dass die Stadt Dornbirn auch noch in anderen Bereichen mit anderen Gemeinden kooperiert, so beispielsweise im Bereich der Feuerbeschau, in Baurechtsangelegenheiten, bei der Kommunalsteuererhebung und durch Zurverfügungstellung von Sicherheitswachebeamten.

Zukunftsweisendes Kooperationsmodell
„Ziel von Kooperationen ist es, die Qualität der Verwaltung zu erhöhen und längerfristig Kosten zu sparen“, betont Präsident Bgm. Mag. Harald Sonderegger. „Die ständigen gesetzlichen Änderungen - auch in dienstrechtlichen Angelegenheiten - sowohl auf bundesgesetzlicher als auch landesgesetzlicher Ebene - erfordern eine hohe Fachkompetenz und auch eine ständige Fortbildung der zuständigen Sachbearbeiter. Mit dem vorliegenden Kooperationsmodell wird das notwendige Spezialwissen einfach und unbürokratisch auch kleineren Gemeinden zugänglich“, so Sonderegger weiter.

Während kleinere Gemeinden eher selten mit komplexen dienstrechtlichen Fragen konfrontiert sind, gehört dies in großen Gemeinden zum Alltag. Diese Erfahrungen können daher auf dem Kooperationswege in vollem Umfang in die kleineren Gemeinden transferiert werden. Mit der Bündelung der Aufgaben in einer Hand erspart man sich zudem einen hohen Fortbildungs- und Betreuungsaufwand.

Ziel des Vorarlberger Gemeindeverbandes ist es, weitere Kompetenzzentren in Vorarlberg einzurichten. So führen beispielsweise auch die Städte Bregenz, Feldkirch und Bludenz Lohnverrechnungen für andere Gemeinden durch und unterstützen diese fallweise in besonderen Fragestellungen. Konkret wird derzeit an der Einrichtung eines Kompetenzzentrums in der Stadt Feldkirch gearbeitet.

Kompetenzzentrum bringt Rechtssicherheit
„Ich bin sehr froh über die Einrichtung des neuen Kompetenzzentrums für Personalangelegenheiten“, so Bgm. Georg Fröwis einleitend in sein Statement über die Zusammenarbeit der 14 Gemeinden mit der Stadt Dornbirn. „Die wichtigste Ressource in der Gemeindeverwaltung sind die Bediensteten. Sie haben Anspruch darauf, dass sie fair und korrekt behandelt werden. Die Gewissheit, dass dieses Thema professionell abgewickelt wird, ist mir persönlich ein Anliegen“,  betont Bgm. Fröwis.

Kleinere Gemeinden sind bei der Erstellung eines den heutigen Anforderungen entsprechenden Dienstvertrages teilweise sehr gefordert. Schwierig ist es oft auch, in Konfliktsituationen die richtigen Maßnahmen zu treffen. Die Unterstützung bei der Mitarbeiterführung, insbesondere in dienst- und besoldungsrechtlichen Angelegenheiten, ist für kleinere Gemeinden sehr wichtig. Die Bearbeitung von schwierigen Fragestellungen verursacht für Bedienstete ohne entsprechende Erfahrung einen hohen Zeitaufwand. Durch diese Kooperation kann dieser Aufwand reduziert werden. „Der große Vorteil im Kompetenzzentrum liegt auch darin, dass der Gemeinde ein jederzeit ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht“, so Bgm. Fröwis abschließend.

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