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Michael Rajiv Shah (Foto: MiSha.at)

„Transparenz pur“: Wie Unternehmen ihren Mitarbeitern im Netz begegnen

24. August 2015 | 16:11 Autor: spring Messe Management Startseite, Wien

Wien (A) Michael Rajiv Shah ist Netzwerker mit Leib und Seele: Als Social Business Networking Professional unterstützt er Unternehmen in der digitalen Beziehungsarbeit mit ihren Kunden und Mitarbeitern, optimiert Social-Media-Profile und zeigt neue Verbindungswege auf. Warum Mitarbeiterprofile viel mehr bewirken als ein teures Unternehmensprofil und worin der Schlüssel zum Arbeiten 4.0 liegt, erklärt der Experte am Mittwoch, 4. November, auf der Personal Austria.

Michael Rajiv Shah ist davon überzeugt, dass wir die Auswirkungen der sogenannten vierten industriellen Revolution auf unser Leben und Arbeiten noch gar nicht richtig erfasst haben. „Wir erleben eine tiefgreifende Umwälzung, befinden uns fast schon an ihrem Ende, und beginnen jetzt ganz langsam, die Ausmaße davon wahrzunehmen.“ Worin die eigentliche Revolution, die strukturelle Veränderung des Gesamtsystems besteht, veranschaulicht Shah am Aufbau der Atome: „Jedes Atom hat einen Kern. Um diesen herum schwirren die Elektronen, aber dazwischen ist nichts, rein gar nichts. Übertragen auf ein Social Network bedeutet das, wenn Sie und ich dort ein Profil haben, können wir diesen leeren Raum zwischen uns durch die neuen Werkzeuge einfach überbrücken – einen Raum, der noch vor zwanzig Jahren komplett unzugänglich war“.

Gekaufte Unternehmensprofile: „Werbung 1.0“
Dieser direkte Kontakt sei auch die Voraussetzung für die sogenannte New Work beziehungsweise das Arbeiten 4.0: „Das funktioniert nur, wenn die Menschen miteinander kommunizieren.“ Unternehmen gäben zwar viel Geld für ein Unternehmensprofil bei Xing oder Linkedin aus, doch damit sei es nicht getan: „Ich nenne das Werbung 1.0, weil so ein Profil auch nichts anderes darstellt als die alte, klassische Anzeigenschaltung.“ Eine weit größere Reichweite und Wirkung entfalteten hingegen die Mitarbeiterprofile. „Wenn ich die Page Views der Xing-Profile von den 500 aktivsten Mitarbeitern der Firma Siemens aufaddiere und hochrechne, ergibt sich daraus eine bis zu 55-fache Sichtbarkeit der Mitarbeiter gegenüber allen unternehmensbezahlten Aktivitäten“, macht Shah eine Beispielrechnung auf.

Wer für die Firma brennt, steckt andere an
Diese uneingeschränkte Kommunikation und Transparenz stelle insbesondere eine Herausforderung für die Personalisten dar: „Zukünftig sollten Mitarbeiter ganz anders ausgewählt werden. Nämlich nach dem Kriterium: Wer ist wirklich begeisterungsfähig?“, beschreibt Shah etwa eine Auswirkung auf das Recruiting. Denn besonders überzeugte Mitarbeiter, die für ihre Firma brennen, würden andere damit anstecken. Ein weiterer Ansatzpunkt für Personalentwickler seien die Arbeitnehmerprofile: Da sie zehnmal so häufig besucht würden wie ein Unternehmensprofil, empfehle er, Arbeitnehmer bei ihrem Auftritt im Internet zu unterstützen. „Da kann man zum Beispiel sagen: Wir haben hier jemand in der Personalentwicklung, der sich perfekt mit Social Media Profilen auskennt und dir hilft, dein Profil so zu gestalten, wie du das für dich und deine Karriere brauchst.“ Denn wenn Mitarbeiter ihre Professionalität im Netz zeigten, werfe dies automatisch auch ein günstiges Licht auf ihre Firma.

Schritt eins: Arbeitnehmer als gleichberechtigte Partner wahrnehmen
Diese Form der Personalentwicklung setze allerdings voraus, dass Arbeitnehmer als gleichberechtigte Partner adressiert würden. „Das ist ja die eigentliche Veränderung: dass der Change von innen kommt“, betont der Social Media Experte. Mit ihren klassischen Budgets könnten Unternehmen zwar weiterhin versuchen, ein Bild von sich zu zeichnen – doch damit stießen sie heute sehr schnell an Grenzen. „Sie kommen nicht an die Menschen heran.“

Tiefer einsteigen in diese spannende Materie wird Michael Rajiv Shah in seinem Keynote-Vortrag auf der Personal Austria. „Ich will auf der Messe keinen Vortrag darüber halten, was HR Tolles mit Social Media, Xing oder LinkedIn machen kann. Ich möchte die Personalisten stattdessen für das Ausmaß der Entwicklungen sensibilisieren“, gibt der Social Business Network Professional einen Ausblick.

Keynote-Vortrag von Michael Rajiv Shah
„E=MC² der Quantensprung vom Employer Branding zum Employee Branding
Personal Austria, Mittwoch, 04. November 2015, 12:15 bis 13:00 Uhr
Messe Wien, Halle C, Forum 3

Über Michael Rajiv Shah
Michael Rajiv Shah, geboren 1965 bei Düsseldorf, ist seit 2007 als Social Business Networking und PreSales Professional in Wien aktiv. Bevor er seine Leidenschaft für das Netzwerken in den Social Media entdeckte, sammelte der Berater, Business-Coach, Autor, Blogger und Ideengeber vielfältige Erfahrungen in der Sozialarbeit mit Kindern und SeniorInnen, absolvierte eine kaufmännische Laufbahn im Einzelhandel und in der Textilbranche, erwarb Management-Fähigkeiten als Business-Entwickler und arbeitete im Vertrieb eines Finanzdienstleisters.

Über die Personal Austria
Österreichs größte Fachmesse für Human Resource Management dient seit ihrer Erstveranstaltung im Jahr 2002 als Gradmesser für innovative Produkte, Trends und Weiterentwicklungen im HR-Bereich. Die Ausstellung umfasst das gesamte HR-Portfolio – von Personalsoftware, Recruiting und Leadership über Betriebliches Gesundheitsmanagement bis zu E-Learning, Weiterbildung und Training. Ein Markenzeichen der Messe ist ihr umfangreiches Vortragsprogramm mit neuen interaktiven Formaten sowie Themenreihen zu den aktuellen Handlungsfeldern Corporate Health und E-Learning/Blended Learning. Geschäftsführer, Personalmanager und Mitarbeiter von Personalabteilungen verschaffen sich auf der Personal Austria einen Marktüberblick und nutzen die etablierte Plattform zur Vernetzung mit HR-Experten und Berufskollegen.

Über spring Messe Management GmbH
spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, Job and Career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die Veranstaltungen von spring zu etablierten Branchenplattformen. spring-Fachmessen sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Messe AG ist in fünf Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Ungarn, Türkei und Russland.

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