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Lukas Schwaiger entwickelt mit seinem Startup SWAIG die ThermaRoll, bei der sich die Temperatur kabellos regulieren lässt. „Die ThermaRoll ist perfekt für Rücken und Nacken, sie lässt sich aber für den ganzen Körper einsetzen. Das Anwendungsfeld ist sehr breit, von Physiotherapie, Rehabilitation bis zur Anwendung zu Hause.“ (Fotos: SWAIG/ Lukas Schwaiger)

Salzburger Startup SWAIG entwickelt neuartiges Fitnessprodukt gegen Verspannungen

14. Mai 2020 | 09:49 Autor: Universität Salzburg Startseite, Salzburg

Wals-Siezenheim (A) Der Salzburger Sportwissenschaft-Student Lukas Schwaiger hat ein neuartiges Fitness- bzw. Therapieprodukt entwickelt: eine Massagerolle mit kabellos regulierbarer Wärmefunktion. Mit der beheizten Rolle „ThermaRoll“ gründete er das Start-up SWAIG. Vor kurzem hat er es in einer bekannten TV Startup Show gepitcht, die am 19. Mai 2020 zu sehen sein wird. Bei der Unternehmensgründung wurde er vom PLUS Career & Startup Center der Universität Salzburg und von Startup Salzburg unterstützt.

„Auf die Idee mit der beheizten Rolle bin ich durch meine eigene sportliche Aktivität als Windsurfer und durch mein Studium der Sportwissenschaften gekommen. Um meine regelmäßigen Verspannungen im Bereich des Rückens, die durch kaltes Wasser und Wind entstehen, zu lockern, habe ich Faszienrollen und Wärmepflaster getrennt voneinander eingesetzt. Da habe ich mir gedacht, diese beiden Anwendungen müsste man doch auch in einem Produkt vereinen können“, sagt Lukas Schwaiger. Der 25-jährige Salzburger hat 2019 sein Bachelorstudium der Sportwissenschaften abgeschlossen und befindet sich seitdem im Masterstudium Sport Management und Medien an der Universität Salzburg.

Faszienrollen sind Selbstmassagerollen gegen Muskelverspannungen, die in neurologischen, orthopädischen, sportmedizinischen und Fitness-Einrichtungen eingesetzt werden. Wärme kann die Wirkung verbessern. „Mit der Idee einer Wärmerolle hatte ich am Anfang noch gar nicht geplant, ein Unternehmen zu gründen. Aber als ich sie StudienkollegInnen und SportlerInnen zum Testen gab, war die Resonanz so groß, dass ich angefangen habe, sie weiter zu optimieren“, so Schwaiger.

Das Produkt ist die ThermaRoll, bei der sich die Temperatur kabellos regulieren lässt. „Die ThermaRoll ist perfekt für Rücken und Nacken, sie lässt sich aber für den ganzen Körper einsetzen. Das Anwendungsfeld ist sehr breit, von Physiotherapie, Rehabilitation bis zur Anwendung zu Hause. Viel zu viele Menschen leiden aufgrund langer sitzender oder einseitiger Tätigkeiten an Muskelverspannungen. Meine "Vision" ist es, für eine verspannungsfreie Zukunft zu sorgen“.

Im Sommer 2018 gründete Lukas Schwaiger SWAIG. Unterstützung auf dem Weg von der Geschäftsidee bis zur Gründung des Start-ups erhielt er u.a. vom Career & Startup Center der Universität Salzburg und von Startup Salzburg. „Diese Coachings sind für mich sehr wichtig gewesen. Jederzeit hat man die Möglichkeit mit jemanden über seine aktuelle Situation, Idee, weitere Planung oder Probleme zu sprechen. Wenn man beginnt ein Produkt zu entwickeln und noch nie gegründet hat, wird man mit Dingen konfrontiert, mit denen man noch nie zu tun hatte. Da war die Unterstützung und Vernetzung optimal für mich“, sagt Schwaiger.

Die Entwicklung der Rolle ist inzwischen abgeschlossen, das Produkt ist marktreif. Schwaiger hatte bereits diverse Pitch Finaleinzüge bei Start-up Veranstaltungen und war einer der Gewinner einer Innovationschallenge (Labs4Smes). Der Verkauf der Rolle startet am 19. Mai nach der Ausstrahlung des Pitches in einer bekannten TV Startup Show. Kunden wurden schon generiert. Produziert wird die beheizte Rolle in Asien. Schwaiger hatte große Schwierigkeiten eine geeignete Fabrik für die Serienproduktion des Elektrogeräts zu finden. „Wir sind aber dabei, auch in Österreich und Deutschland eine Produktion aufzubauen“, ergänzt der Gründer.

Und was waren seine größten Hürden beim Gründen und bei der Produktentwicklung? „Das Gründen selber war nicht sehr schwer. Sehr schwierig aber war das Thema Produktzertifizierung. Das war bei mir ein sehr langer Weg, der mir auch sehr viele Nerven gekostet hat. Außerdem ist es als Student auch schwierig, die nötigen finanziellen Mittel aufzubringen. Deswegen habe ich relativ lange gebraucht, um mein Produkt fertig zu entwickeln“.

Das Erfreulichste ist für Schwaiger, dass er es geschafft hat, sein Produkt von der Idee bis zur Marktreife zu entwickeln. „Ich würde allen Studierenden raten, sich gründen zu trauen. Es ist eine großartige Erfahrung, was auch immer daraus hervorgeht. Dabei würde ich jedem empfehlen, den Service des PLUS Career & Startup Centers zu nutzen“.

Was noch aussteht, sind wissenschaftliche Studien zur Wirkung der ThermaRoll. EBs fehlte bisher die Zeit dafür, sagt Schwaiger. „Wir haben aber sehr positives Feedback von vielen Physiotherapeuten und von Sportlern aus dem Hobby- und Profibereich“, so der in Oberndorf geborene und in Siezenheim aufgewachsene Jungunternehmer, dessen Wissen im Sportbereich auch durch diverse Jobs im Sportmanagement (z.B. Salzburg Marathon) und als Trainer geprägt ist.

Übrigens, der Name SWAIG für das Start-up spielt nicht nur auf den Familiennamen des Gründers an. „Ja, in SWAIG steckt auch mein Name. Aber SWAG ohne I steht auch für cool, entspannt. Aus diesem Wort haben wir uns im Studium immer einen Spaß gemacht und so bin ich auf die Idee gekommen, das mit meinem Namen zu kombinieren. Perfekt war, dass es noch keine Marken oder Domains mit diesem Namen gab“.

    SWAIG | Lukas Schwaiger

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