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Renée Moore

Erfolg beginnt im Kopf: Wie Sie die versteckten Bremsen lösen, die Ihr Startup klein halten

06. Mai 2016 | 10:07 Autor: Renée Moore Österreich, Liechtenstein, Burgenland, Schweiz, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Wien, Tirol, Vorarlberg, Deutschland

Was haben Albert Einstein, Neil Armstrong und Lionel Messi gemeinsam? Der erste glaubte, das Weltbild der klassischen Physik revolutionieren zu können, der zweite, er könne auf den Mond fliegen und der dritte war überzeugt, der beste Fußballer der Welt werden zu können. Drei verschiedene Charaktere mit ganz unterschiedlichem Know-how, die vor allem eines verbindet: Ihr „Erfolgs-Mindset“ – nicht nur für österreichische Start-up-Unternehmer eine der größten Hürden.

Denn im europäischen Vergleich sind Unternehmergeist und Gründungswunsch in Österreich wie auch in Deutschland eher gering ausgeprägt, wie eine EU-Umfrage aus dem Jahr 2014 ergab. Wer es trotzdem schafft, hat nicht nur mit viel Bürokratie, Skepsis oder Missgunst zu kämpfen. Die wohl größte Bremse ist die Angst vor dem eigenen Erfolg und das falsche Mindset.

Erfolg ist Kopfsache
Als Farmerstocher in Texas in sehr ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, war mir früh bewusst: Ich will später anders leben. Mit diesem klaren Ziel vor Augen bin ich seit meinem zwölften Lebensjahr um vier Uhr in der Früh aufgestanden, um für die Schule zu lernen. Später wurde ich Jahrgangsbeste, studierte und promovierte im Fach Neurowissenschaften, baute mit 40 Jahren von Deidesheim in Deutschland aus mehrere millionenschwere Unternehmen in Europa, Asien und Lateinamerika auf – und realisierte meinen Amerikanischen Traum auf internationaler Ebene. Wie ich das geschafft habe?

Mein Erfolgskonzept setzt im Kern auf die Verbindung von „Mindset“ und „Strategie“. Es kommt darauf an, welche innere Einstellung Sie haben. Wie schätzen Sie den Wert Ihrer Leistung ein? Wie stehen Sie zu Geld und Erfolg? Mein Fazit in Bezug auf österreichische Unternehmen: Die meisten denken zu klein – und stehen dem Wachstum ihrer Firma damit selbst im Weg. Ich habe einmal einen Unternehmer gecoacht, der sagte: „Mir reicht es, wenn ich den Lohn meiner Mitarbeiter pünktlich zahlen und am Ende noch einen kleinen Gewinn machen kann.“ Glauben Sie, dass man mit dieser Einstellung jemals das Maximum aus seinem Unternehmen herausholt und wirklich erfolgreich wird? Wieder andere lassen sich zu sehr von Neid, Missgunst und Konkurrenzdenken ausbremsen. Auch das ist ein Unterschied zur amerikanischen Denke: Dort haut man sich auf die Schulter und sagt: „Well done!“ Hier herrscht eine Kultur von Neidern und Nörglern, die einem nichts gönnen und das Haar in der Suppe suchen.

„Gut genug“ ist nicht gut genug!
Im Business – wie auch in jedem anderen Bereich des Lebens – bestimmt die Art und Weise, wie wir über uns und unser Leben denken, darüber, wie weit wir beruflich vorankommen und wie viel Geld wir verdienen. Warum sind manche Menschen so viel erfolgreicher als andere? Weil sie mehr Startkapital, Unterstützung und Glück hatten? Keineswegs! Das scheinbare Geheimnis liegt in ihrem Mindset in Bezug auf Erfolg und Geld – also einer Art zu denken, die Erfolg und Gewinn fördert. Ob sie nun nach Ruhm, Anerkennung oder Reichtum streben, nach der Erfindung eines innovativen Produkts,  internationaler Bekanntheit oder danach, Weltbeste(r) zu sein – sie alle verfügen über ein Erfolgs-Mindset. Der feste Glaube an ihren Erfolg beflügelt sie und gibt ihnen die Kraft, alles zu erreichen. In ihrem Mindset ist kein Platz für Zweifel, Zögerlichkeit oder Angst.

Wer also mehr Erfolg will, muss seine begrenzenden Glaubenssätze überwinden. Denn mit einem Erfolgs-Mindset wird man nicht angeboren – aber es lässt sich formen. Meist sind es Überzeugungen, die sich schon in der Kindheit herausgebildet und durch schlechte Erfahrungen, Enttäuschungen oder Fehlschläge gefestigt haben und seither sämtliche Entscheidungen und Handlungen teils unbewusst beeinflussen. Um diese geistigen Bremsen ablegen zu können, ist es zuallererst notwendig, die eigene Denkweise in Bezug auf Erfolg und Geld zu hinterfragen: Welche meiner Überzeugungen raten mir dazu, kleinere Brötchen zu backen? Häufig sind es festgefahrene Überzeugungen wie: Zu viel Geld macht nicht glücklich und verdirbt den Charakter; Erfolg macht süchtig und krank; für den großen Erfolg bin ich nicht gemacht etc. Dabei ist es weder verallgemeinerbar, dass man mit einem dicken Kontostand nicht glücklich werden kann, noch, dass er zwangsläufig den Charakter verdirbt. Das haben wir immer noch selbst in der Hand. Wer sein Unternehmen zu wirklichem Erfolg führen und zu Wohlstand kommen will, muss all die Glaubenssätze, die den Erfolg des eigenen Unternehmens ausbremsen, aufgeben und aufhören, im Kleinen zu denken. „Gut genug“ ist eben nicht gut genug! Stattdessen müssen Sie sich neue konstruktive Glaubenssätze zu eigen machen, die Ihnen Power geben, die Sie vorantreiben, motivieren und bestärken. Sagen Sie nie: „Das kann ich nicht“ – denn dann werden Sie es auch nicht können. Sagen Sie, wenn Sie vor einer neuen Herausforderung stehen: „Ich kann das schaffen – ich glaube daran, dass ich das kann, auch wenn ich das noch nie zuvor gemacht habe.“ Ihr Gehirn speichert diese Information ab und Sie werden sich garantiert daran erinnern, wenn Sie diese Aufgabe erfolgreich gemeistert haben und nun vor der nächsten großen Herausforderung stehen.

Dass er der beste Fußballer aller Zeiten werden würde, konnte der junge Lionel Messi natürlich keinem versprechen. Aber er glaubte fest daran. Und dieser Glaube – die Überzeugung, das Potenzial zum weltbesten Player in sich zu haben –, hat ihn genau dahin geführt, wo er heute steht. Er wusste, dass er es schaffen kann. Ihr neuer Erfolgs-Mindset muss also so stark sein, dass er Sie beflügelt. Er ist Ihr wichtigster und stärkster Ansporn auf Ihrem Weg zu mehr Erfolg und Wohlstand.

Die eigenen Glaubenssätze lassen sich nicht über Nacht eliminieren. Die Veränderung des Mindsets – zu lernen, in Reichtum und Fülle zu denken – ist ein Prozess, der sich nicht immer allein bewältigen lässt. Gerade für kleinere Unternehmen kann es hilfreich sein, einen Mentor oder eine Mentorin zu Rate zu ziehen, der/die einem auf diesem Weg zur Seite steht und sagt, wo es lang geht. Mein Tipp: Nehmen Sie sich einen Geldschein und beschriften Sie ihn mit genau der Summe, die Sie an Umsatz machen wollen. Aber denken Sie nicht zu klein! Auf meinem Zehneuroschein standen zehn Millionen Euro!

Genial oder (nur) exzellent? Arbeiten Sie in Ihrer Geniezone!
Auch bei der zweiten Erfolgssäule, der richtigen Positionierung, spielt das Mindset eine wichtige Rolle. Sie sind nicht nur kompetent, sondern ein absoluter Experte in Ihrem Fach – keine Frage! Deshalb sind Sie den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen. Warum also setzen Sie auf bloße Kompetenz? Sie müssen sich nicht nur absolut klar darüber sein, worin Sie der Spezialist oder die Spezialistin sind, sondern diese Botschaft auch ebenso klar nach außen kommunizieren: Was kann ich besser als alle anderen? Über welches Thema rede ich unaufhörlich? Wovon kann ich nicht genug bekommen? Die Antworten auf diese Positionierungsfragen führen Sie auf geradem Wege hin zu Ihrer „Geniezone“, also genau dem Bereich, in dem Sie der absolute Experte sind. Sie ist eine von vier Zonen, in denen wir uns bewegen können: In der Zone der Inkompetenz sind Sie immer dann, wenn Sie etwas nicht oder nicht gut können und es auch nicht gerne tun. Dagegen befinden Sie sich in Ihrer Kompetenzzone, wenn Sie etwas recht gut beherrschen. In dieser Zone leben die meisten Menschen, vor allem in ihrem Beruf. Viele Unternehmer bleiben aber in ihrer „Exzellenzzone“ verhaftet, also da, wo sie „nur“ gut bis sehr gut sind. Weil es ihre Komfortzone ist, die wenig Risiko in sich birgt oder weil es ihnen an Selbstbewusstsein mangelt. Sie sehen: Auch bei dieser Einordnung gilt es, die innere Einstellung zu hinterfragen. Wer sich ständig Sorgen darüber macht, ob er genug Talent mitbringt und lieber den Weg des geringsten Widerstands geht, hat ein eher starres Mindset. Er bleibt am liebsten da, wo er gerade steht, innerhalb seiner Komfortzone. Und genau das ist der Unterschied zu Menschen, die ein flexibles, dynamisches Mindset haben. Sie sind sich ihrer Talente vollkommen bewusst, suchen die Herausforderung und glauben daran, wachsen und erfolgreich werden zu können. Ein Leben in der Komfortzone hätte ich mir nie vorstellen können. Und es hätte mich nie dahin gebracht, wo ich heute bin!

Idealer Kunde gesucht!
Denken Sie oft über Ihre Kunden nach? Haben Sie sich jemals gefragt, wer eigentlich Ihr „idealer Kunde“ ist? Sie müssen genau wissen, wen Sie bedienen wollen (und wen nicht); was der Kunde will (und was nicht); was in seinem Kopf vorgeht; wie sein Leben aussieht, was ihn nachts wach hält und was er am meisten will. Kurzum: Sie müssen Ihren idealen Kunden und sein Mindset besser kennen als er sich selbst! Fragen Sie sich: Welche fünf Dinge wünschen sich meine Kunden am meisten von ihrem Job bzw. für ihr Leben? Welche drei Dinge halten sie nachts wach und welche Erklärung geben sie ihrem Partner dafür? Auf diese Weise erfahren Sie nicht nur, welche Probleme und Anliegen Ihre Kunden zu Ihnen bringen – sie werden auch feststellen, dass Ihnen die Träume, Wünsche und Ängste Ihres idealen Kunden bekannt vorkommen – denn meistens sind Sie selbst Ihr idealer Kunde. Für den Experten kann das Ideal natürlich niemals der Schnäppchenjäger sein. Denn dieser kauft nicht bei ihm, weil er Profi ist, sondern nur, weil er billig ist. Warum hat sich der Billiganbieter auf dieses Segment „spezialisiert“? Mangelt es ihm an Selbstvertrauen? Ihr idealer Kunde ist jemand, mit dem Sie gerne zusammenarbeiten. Er hat Probleme, die Ihr Unternehmen besonders gut lösen kann. Bei ihm können Sie mit Ihren Kompetenzen und Ihrem Know-how den größten Mehrwert erzielen. Er schätzt Ihre Ergebnisse und ist nicht nur bereit, ordentlich dafür zu zahlen, sondern kann auch zahlen.

Das ideale Kunden-Profil hilft Ihnen also, Ihre Zielgruppen exakt zu definieren. Zu diesem einen Lieblingskunden sprechen Sie nun – in Ihrem Marketing, auf Ihrer Website, in Ihrer Broschüre und dem gesamten kommunikativen Aufritt. Damit er Sie finden kann und erkennt, dass Sie die Lösung all seiner Probleme sind – und Vertrauen und Sympathie zu Ihnen aufbauen kann.

Sie sehen: Das Geheimnis des Erfolgs ist kein Geheimnis. Wenn Sie Ihr Mindset auf Erfolg programmieren und bestimmte Strategien und Techniken anwenden, werden Sie Ihr Leben bald so gestalten, wie Sie es sich wünschen. Wie Robert Dilts, Wegbereiter des Neuro-Linguistischen Programmierens und der „Master of Mindset“, einmal treffend sagte: „When you can change your visions, magic starts to happen“.

Dr. Renée Moore, geboren in Texas, ist promovierte Neurowissenschaftlerin. Als professionelle Speakerin und Business-Mentorin liefert sie topaktuelle Geschäfts- und Life-Building-Strategien für Unternehmer, Top-Manager und nach vorne strebende Konzerne sowie effektive Verkaufstechniken und Methoden für erfolgreiches Employer Branding. Seit 13 Jahren ist sie mit ihren Keynotes auf internationalen Bühnen (in Deutschland, Australien, Taiwan, Japan, Indien und China, ganz Europa, den USA und Latein Amerika) unterwegs – in englischer und zunehmend auch deutscher Sprache. Ihr Anliegen: Die Karriere und Geschäftserfolge ihrer Kunden voranzutreiben und die notwendige Energie („Be Unstoppable!“) dafür anzuregen. Als Business Mentorin zeigt sie, wie man über persönliche Grenzen hinausgehen kann, um sich den eigenen Lebenstraum erfüllen zu können.

 „Be Unstoppable in Your Business!“ 99 Business Strategies to Grow a Business you love.


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