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Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Barba-ra Stöckl, DI KR Ernst Mayer und Susanne Margreiter-Mayer, alle drei MACO-Holding, KR Kon-rad Steindl, Präsident der WK. Hintere Reihe: MACO-Geschäftsführung von links nach rechts. Guido Felix, Ulrich Wagner, Ewald Marschallinger.

Digitale Transformation im neuen MACO-Innovationszentrum in Salzburg

17. April 2018 | 09:17 Autor: MACO Startseite, Salzburg

Salzburg (A) Was digitale Transformation in der Praxis eines Beschlagherstellers bedeutet, erlebten rund 100 Wirtschaftsvertreter am 16. Industrietag der Wirtschaftskammer Salzburg: MACO öffnete dafür zum ersten Mal die Türen seines neuen Forschungs- und Innovationszentrums. Das Salzburger Familienunter-nehmen präsentierte an aktuellen Produktstudien, wie sich die Digitalisierung auf Bedienung und Design von Fenstern und Türen auswirkt. Das Credo: mit innovativen Beschlagsystemen die Branche revolutionieren.

Innovative Beschlagskompositionen revolutionieren Wohndesign und Architek-tur
Mechanische Beschläge kommen ohne Elektronik, Sensorik und IT nicht mehr aus. Digitalisierung bringt völlig neue Funktionen für Bauteile, wie MACOs aktuelle Ent-wicklungen und Produktstudien zeigen – live zum Anfassen im brandneuen Innova-tionszentrum am Standort Salzburg. Fenster öffnen, kippen oder schließen künftig selbständig, gesteuert von Sensoren, die vollautomatisch auf Wetter, Lärm oder
Geruch reagieren. Auch das Lüften kann dadurch automatisch erfolgen. Ein Fens-tergriff ist nicht mehr nötig, das übernehmen Fingerprint, Smartphone oder die ei-gene Stimme. Revolutionär ist auch die Türstudie: Ein neues Türverschlusssystem mit einzelnen, frei positionierbaren Schließelementen ermöglicht völlig neue De-signmöglichkeiten: Türen können in jeglichen Größen und Formen realisiert werden. Je nach Ausführungsvariante – z.B. über elektromagnetische Induktion – verschmel-zen Tür und Beschlag zu einer Einheit. Auch auf den klassischen Schließzylinder sowie auf den Griff kann dann verzichtet werden: Geöffnet wird durch ein elektroni-sches Zutrittssystem, Funköffner oder Wandschalter an der Innenseite.

Digitalisierung macht Bauteile intelligent
Hat MACO bis vor drei Jahren ausschließlich mechanische Beschläge ausgeliefert, die an das Fenster geschraubt wurden, muss heute die Integration von Sensoren und elektrischen Bauteilen für die Automation und Vernetzung in der Smart-Home-Lösung sowie die IT zum Konfigurieren von elektronischen Zutrittskontrollen mitein-bezogen werden. „Unsere Produkte werden durch das IoT (Internet der Dinge) immer komplexer, das fordert uns in ganzheitlichen Systemen und Prozessen zu denken“, so Guido Felix, Vorsitzender der Geschäftsführung der MACO-Gruppe. „Diesen Veränderungen werden wir gerecht, in dem wir den steten Wandel akzeptieren und ihn als das Normale anerkennen“.

Gewohnte Strukturen aufbrechen
Die Vernetzung von Komponenten der realen Welt mit der digitalen ermöglicht Ge-schäftsprozesse an beliebigen Orten der Welt, die vor der Metallindustrie nicht Halt machen. „Der rasche technologische Wandel lässt Grenzen und Kompetenzen der Gewerke verschwimmen und fordert seitens der MACO-Kunden vermehrt übergrei-fendes Arbeiten“ räumt Ewald Marschallinger, Geschäftsführer Vertrieb, ein. Die jahrzehntelange Stabilität und gewohnte Arbeitsweise fällt dabei weg. Das betrifft Mitarbeiter im Unternehmen, Prozesse in der Produktion wie die Arbeitsweise der Kunden. Alle Beteiligten sind gefordert, umzudenken und gewohnte Strukturen auf-zubrechen.

Forschung und Lehre als Treiber der Veränderungen
Wichtige Akteure im digitalen Wandel sind Forschung und Lehre, sind sich Dr. Peter Unterkofler, Obmann der Sparte Industrie und IV-Präsident, und Guido Felix, Vorsit-zender der Geschäftsführung MACO-Gruppe, einig. Neben dem Forschungs- und Innovationszentrum setzt MACO auf kontinuierliche Mitarbeiterausbildung und le-benslanges Lernen: sei es Mitarbeiter zu fördern, neu zu qualifizieren oder Lehrlinge in der kreativen Lehrwerkstatt nach eigenem Bildungsplan zu schulen, Persönlich-keitsbildung inklusive. Die Schulungsprogramme werden den aktuellen Anforderun-gen angepasst und nach hausinternem Bildungskatalog von internen wie externen Experten gelehrt, von Social-Media-Guidelines über umfassenden IT-Unterricht bis zu Industrie 4.0 und Lean Production. Ein eigener Lehrlingsausbildner für Mechatro-nik wird ein spezielles Ausbildungskonzept für Lehrlinge erarbeiten. „Flexibilität im Denken und Handeln und die Bereitschaft, sich stets auf Neues einzulassen, ist das größte Gut, das wir unseren Lehrlingen und Mitarbeitern vermitteln können, um die internen Prozesse auf den geforderten technologischen Stand zu bringen“, sagt     Ulrich Wagner, Geschäftsführer Human Resources und Finanzen. 

Chancen und Herausforderungen
Ist digitale Transformation durchaus eine Herausforderung für die Mitarbeiter, so bedeutet sie große Chancen für neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsket-ten. Durch webbasierte Systeme statt Software eröffnen sich digitale Plattformen, mit denen nicht nur Mehrwert für den Vertriebskanal erreicht wird, sondern auch der Einkauf effizienter zu steuern und der Datenaustausch in allen Prozessen zu opti-mieren ist. Für die Produktion bedeutet das virtuelle Abbild von Maschinen und An-lagen – der digitale Zwilling – die Evolution zur digitalen Fabrik. Er dient dazu, Nut-zungen und Abläufe virtuell zu simulieren, von der Planung über das Design der Produkte, über die Produktion bis zu datenbasierten Services. Optimierungen, Feh-lerkorrekturen und Störungen können so virtuell behoben und spätere Produktein-führungen aufgrund durchgängiger Datengrundlagen beschleunigt werden.

Kommunikationstechnologien für Industrie 4.0
Die vernetzten Anlagen, wie sie MACO schon teilweise in Gebrauch hat, messen Ab-läufe und Qualitätsausschuss, registrieren Mengenströme und Vibrationen etc. und stellen über die Materialdatenerfassung eine große Hilfe in Richtung Predictive Maintenance dar. Die sogenannte vorausschauende Wartung erhöht die Anlagenver-fügbarkeit und reduziert Wartungs- und Servicekosten. MACO hat einen hohen Au-tomatisierungsgrad, der kleine und große Stückzahlen nach Bedarf ausgibt und die Massenproduktion auch für individuelle und kleine Anfragen steuern kann. Grundla-ge hierfür ist die Kommunikationsfähigkeit der Maschinen in Echtzeit.

Was braucht der technologische Wandel?
Um leistungsfähige Kommunikationsnetze zu etablieren, braucht es die passende Infrastruktur: lückenlos funktionierende Breitbandnetze mit Mobilfunkstandard 5 G und einen einheitlichen Internetstandard in Europa, wie in Asien und den USA be-reits Standard. „Für uns als Unternehmen ist die Attraktivität des Standortes Salz-burg als Technologieführer wichtig“, so Guido Felix. „Salzburg kann hier noch am Profil schärfen und mehrere spezialisierte Lehrgänge oder Schwerpunkte an der
FH in Puch-Urstein bieten. Die neue IT-HTL in St. Johann im Pongau begrüßen wir sehr und unterstützen alle Aktivitäten, die der Förderung der MINT-Berufe zugute-kommen. Und der Appell an alle lautet: Lasst uns Mädchen für die Technik begeis-tern und die Lehre aufwerten.“ MACO zeigt, wie erfolgreich Lehre sein kann und dass sie alle Wege nach oben offen hält.

Über Mayer & Co Beschläge GmbH (MACO)
MACO, gegründet 1947, zählt zu den Weltmarktführern für Fenster- und Türbeschläge und ist Anbie-ter innovativer System- und Sicherheitslösungen. Unter dem Motto „Creating Innovation“ zeigte das Salzburger Unternehmen auf der Weltleitmesse Fensterbau Frontale, wie Beschlagskompositionen das Wohndesign und die Architektur revolutionieren können. Der Stammsitz mit Produktion befindet sich in der Stadt Salzburg; 1994 wurde das Triebener Werk in Betrieb genommen. MACO fertigt dort den größten Teil seiner Produktpalette, über das vollautomatische Zentrallager werden sämtliche Märkte weltweit versorgt. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Werke in Mauterndorf, Kaluga (Russland) und Gliwice (Polen); insgesamt beschäftigt MACO über 2.300 Mitarbeiter. Diese sichern einen Exportanteil von 96 Prozent in 40 Länder.

  • Links: Guido Felix, Vorsitzender der Geschäftsführung der MACO-Gruppe; Mitte: Ulrich Wagner, Geschäftsführer Human Resources und Finanzen der MACO-Gruppe; Rechts: Ewald Marschallinger, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der MACO-Gruppe
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  • MACO Forschungs- und Innovationszentrum am Stammsitz in Salzburg. Kreativzentrum für Forscher und Produktentwickler, die mit ihren Beschlagskompositionen die Wohnwelt revolutionieren.
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  • Fenster müssen nicht mehr geöffnet werden. Dank Sensorik machen sie das alleine, angepasst an die Raumluft oder Wettersituation.
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  • Wenn Beschläge das Türdesign revolutionieren. Jegliche Türformate und Größen sind realisierbar, dank einzelner, innovativer Schließelemente.
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MACO | Mayer & Co Beschläge GmbH

Alpenstraße 173, 5020 Salzburg
Österreich
+43 662 6196-0

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