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Team Wikitude vorne links: Bernhard Kaiser, Paula Monteiro, Aleksandra Nagele; hinten links: Martin Herdina, Sorina Ioana Nania, Philipp Nagele (Foto: ©MikeVogl/Wikitude)

Wirtschaft 4.0: Salzburger AR-Firma revolutioniert Industrie und Handel

13. Juli 2017 | 11:17 Autor: Wikitude Österreich, Salzburg

Salzburg (A) Muss die Wirklichkeit durch eine virtuelle Realität ersetzt werden? Sinnvoller ist es, wenn beide Welten miteinander verschmelzen. Wikitude aus Salzburg ist der Spezialist fürs Verschmelzen der echten Welt mit digitaler Information. Mit dem Wikitude Softwaretool für Augmented Reality (AR) ist das Unternehmen führend im Bereich der erweiterten Realität. Am 13. Juli erscheint die nächster Generation der AR-Software, das Wikitude SDK 7. Smartphone, Tablets und Datenbrillen mit Wikitude Software erkennen nun reale Objekte. Für die Wirtschaft beginnt damit ein neues Zeitalter.

Industrie 4.0: Augmented Reality erreicht Werkshallen
“Mehr als 100.000 Entwickler aus aller Welt verwenden bereits den AR-Baukasten von Wikitude und machen so das Unsichtbare sichtbar”, erzählt Wikitude Geschäftsführer Martin Herdina: “Der virtuelle Prototyp eines Autos steht dann beispielsweise in der Werkshalle und kann von allen Seiten betrachtet werden.” Die aktuellste Innovation der Salzburger ist die sogenannte Objekterkennung. Produktdesigner können einem Werkstück, wie zum Beispiel einem Motor, virtuell eine Neuerung verpassen oder eine bestehende Komponente verändern. So sehen sie die Auswirkung der geplanten Veränderung sofort und können die Folgen ganzheitlich besser einschätzen.

Weniger Fehler und schnelleres Arbeiten - das ist der Grund, warum Flugzeughersteller Boeing bereits auf Augmented Reality in der Werkshalle setzt: Die Hände bleiben frei, wenn Mitarbeiter mit Datenbrille Arbeitsanweisungen eingeblendet bekommen. Bei Boeing soll die Produktivität der Arbeiter dadurch um 25 Prozent gestiegen sein.

Besonders interessant sind Anwendungen im Bereich der Fernwartung. Servicetechniker von ThyssenKrupp beheben auf diese Art bereits Probleme bei ihren Liftanlagen. Der vielleicht am anderen Ende der Welt sitzende Experte kann mittels Datenbrillen-Kamera in Echtzeit genau das sehen, was auch der Monteur vor Ort sieht. Mit Objekterkennung könnten nun einzelne Komponenten zuverlässig erkannt und im Live Bild verfolgt werden.

Handel profitiert doppelt: Umsätze steigen, Kosten sinken
Im Gegensatz zur virtuellen Realität, kommt Augmented Reality auch ohne Datenbrille aus. Ein Smartphone genügt: Die Kaufentscheidung kann erleichtert werden, wenn ein echtes Produkt aus dem Regal mit virtueller Beratung, hochwertiger Zusatzinformation oder gar mit Emotion angereichert wird. Das bestätigt die amerikanische Studie “Retail Perceptions” von Interactions Consumer Experience Marketing: 72 Prozent der US-Einkäufer sagen, dass sie durch AR zusätzliche Produkte erworben haben, die sie sonst nicht gekauft hätten.

Der Handel profitiere von Augmented Reality doppelt, meint Martin Herdina: “Durch interaktive Anwendungen für den Endkunden können nicht nur Verkaufsumsätze gesteigert werden. AR spielt auch eine wichtige, zukünftige Rolle als Technologie zum Erzielen von Produktivitätssteigerungen in vielen Bereichen. Eine aktuelle Studie von Tractica prognostiziert, dass 2022 bereits 35 Prozent aller Firmen Apps mit integrierter AR-Funktion zur Produktivitätssteigerung nutzen werden. Arbeitsabläufe werden im Hintergrund smarter, Daten werden punktgenau und optimiert dargestellt und Produkte werden den Umsätzen entsprechend angeordnet.” Der US-Riese Walmart bestückt seine Regale bereits mit Hilfe von Augmented Reality.

Wikitude in einer Liga mit Facebook, Google und Apple
Durch das Spiel Pokémon-Go wurde Augmented Reality im letzten Sommer richtig bekannt.  Mit der Wikitude AR-Software könnte jeder Entwickler sein eigenes Pokémon-Go bauen. Doch das ist längst nicht alles. Das Wikitude SDK bietet Technologien wie Instant Tracking an. Das Kamerabild wird dabei mittels SLAM-Verfahren (Simultaneous Location and Mapping) ausgewertet und kartografiert. Eine App, die auf das Wikitude SDK zurückgreift, analysiert etwa das Wohnzimmer dynamisch. Dann wird ein virtuelles Möbelstück in Echtzeit über die Wirklichkeit gelegt. Wikitude ist damit in bester Gesellschaft. So kündigte auch Apple kürzlich an, auf den gleichen Zug aufzuspringen. Philipp Nagele, CTO von Wikitude, ist stolz, dass es diese Funktion bereits seit Jänner in der Wikitude AR -Software gibt. Auch Facebook Chef Mark Zuckerberg spricht Mitte April bei der Entwicklerkonferenz F8 große Investition im Bereich AR. Für ihren Pioniergeist wurden die Salzburger Anfang Juni im Silicon Valley ausgezeichnet: Sie erhielten den sogenannten “Auggie Award” für das beste AR-Softwaretool.

Mit der nächsten Generation, dem Wikitude SDK 7, wird nun eine weitere Lücke zwischen echter und virtueller Welt geschlossen. Die Software erkennt nicht nur eines sondern mehrere Bilder gleichzeitig und kann diese  virtuell interagieren lassen. “Das Highlight des SDK 7 ist aber ohne Zweifel die Objekterkennung”, bestätigt Wikitude CTO Philipp Nagele: “AR-Entwickler haben nun erstmals ein Tool, dass ein breites Spektrum an Funktionalitäten in nur einer Software vereint und diese sowohl auf Android als auch iOS Geräten verfügbar macht.”

  • Wikitude CEO Martin Herdina (Foto: ©MikeVogl/Wikitude)
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  • Wikitude CEO Martin Herdina und CTO Philipp Nagele (Foto: ©MikeVogl/Wikitude)
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  • Wikitude CTO Philipp Nagele (Foto: ©MikeVogl/Wikitude)
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