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Dr. Franz Schellhorn, Leiter der Agenda Austria, LH Dr. Wilfried Haslauer und IV-Salzburg-Präsident KommR Mag. Rudolf Zrost

Wertschöpfungsstärke der Industrie sichern: Vollversammlung und Industrieempfang der IV-Salzburg im Schloss Leopoldskron

17. Juli 2014 | 15:17 Autor: IV-Salzburg Salzburg

Salzburg (A) Rund 250 Gäste genossen das historische Ambiente des Schlosses Leopoldskron, wohin die Industriellenvereinigung Salzburg (IV) am 1. Juli 2014 zu Vollversammlung und Industrieempfang geladen hatte. Die Wertschöpfungsstärke der Salzburger Industrie betonte KommR Mag. Rudolf Zrost, Präsident der IV-Salzburg, anhand einer neuen Wertschöpfungslandkarte des IV-Chefökonomen Dr. Christian Helmenstein.

Diese dreidimensionale Landkarte zeigt unterschiedliche „Gipfel“ der Wertschöpfung, von denen jeder für sich als eine Erfolgsgeschichte angesehen werden könne, so Zrost. „Überragend ist die Position der Stadt Salzburg, die einerseits als öffentliches Verwaltungszentrum, aber auch als Headquarter- und Bankenstandort reüssiert. Hier befinden sich zudem wichtige Betriebsstandorte der Industrie“, sagte der IV-Salzburg-Präsident. Östlich von Salzburg falle mit dem Headquarter von Red Bull in Fuschl ein weiterer Wertschöpfungsturm auf, im Norden sorge Miele für einen markanten Gipfel und im Süden zeichne sich der Liebherr-Produktionsstandort Bischofshofen deutlich als Säule ab, erläuterte Zrost.

Kein Naturgesetz verbietet Dynamik
Diese räumliche Darstellung der Leistungsfähigkeit vermittelt nicht nur ein klares Bild von den drastischen Unterschieden zwischen den Gebietseinheiten. Sie zeigt zugleich, dass die Knappheit an Dauer-Siedlungsraum, welche die Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg eint, kein Wachstumshindernis darstellen muss. „Vielmehr kommt es darauf an, die knappe Fläche in wertschöpfungs-intensiver Weise bestmöglich zu nutzen“, betonte Zrost. „Wir sind also nicht, wie so gerne argumentiert wird, unserem beschränkten Flächenangebot in Salzburg ausgeliefert. Kein Naturgesetz verbietet es uns auf Innovation, Dynamik und eine starke Industrie zu setzen und noch weitere hohe Wertschöpfungs-Gipfel auf Salzburgs Landkarte zu schaffen“, sagte der IV-Salzburg-Präsident.

Standort sichern
Um diese Wertschöpfungs-Berge und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten zu können, forderte Rudolf Zrost erneut eine Steuer-Struktur-Reform und nannte fünf notwendige Maßnahmen:

  • Eine deutliche Senkung der Abgabenquote
  • Eine umfassende Entlastung des Faktors Arbeit
  • Die Schaffung eines modernen und konkurrenzfähigen Unternehmens- und Konzern-Steuerrechts
  • Eine radikale Vereinfachung des Steuersystems
  • Die Gegen-Finanzierung durch eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform und nicht durch neue oder höhere Steuern.

Die Reform sei durch die hohen Einsparungspotenziale in den Bereichen Pensionen, Gesundheit, Verwaltung und Förderungen finanzierbar, so der IV-Präsident. „Bis zu 12 Milliarden an Einsparungen sind möglich, die Industrie versteht nicht warum die Politik nicht endlich damit beginnt“, sagte Zrost.

Franz Schellhorn: Österreich ist kein Erfolgsmodell
Ähnlich sah dies Dr. Franz Schellhorn, Leiter der Denkfabrik Agenda Austria, in seinem Vortrag. Er zeigte anhand von Vergleichen mit anderen Ländern auf, wie in Österreich Probleme gelöst werden könnten. Die Schulen könnten reformiert werden wie in Holland, das bei den PISA-Test deutlich besser abschneide, so Schellhorn. Bei den Pensionen sei die Schweiz das Vorbild, beim Schuldenabbau Deutschland. In seinem Vortrag kritisierte er vor allem auch die jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung. „Wie reagiert die Regierung auf die unübersehbaren Schwachstellen in Österreich? Sie erhöht die Steuern und Abgaben und entzieht den Bürgern auf diese Art und Weise fünf Milliarden Euro an Kaufkraft. Sie wird in der gesamten Legislaturperiode neue Schulden aufnehmen und sie erklärt das Pensionssystem für sicher, welches heuer mit 10 Milliarden Euro gestützt wird“, so Schellhorn.

    IV Industriellenvereinigung Salzburg

    Franz-Josef-Straße 13, 5020 Salzburg, Österreich
    +43 662 872266

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